Velbert bekommt doch noch ein Einkaufszentrum

Vom Forum Niederberg aus soll die Stadtgalerie Velbert abends so aussehen.
Vom Forum Niederberg aus soll die Stadtgalerie Velbert abends so aussehen.
Foto: Jens Hecker
„Stadtgalerie Velbert“ auf dem Grund des alten Marktzentrums soll nach dem Willen der Planer Kern eines „neues Stücks Stadt“ werden.

Velbert.  Diesmal soll es klappen und den Velberter Bürgern auf 13000 Quadratmetern hochwertige Bekleidung, junge Mode, einen Lebensmittelmarkt, viel Gastronomie nebst Parkplätzen bringen: Zweieinhalb Jahre nach dem Scheitern der Umsetzung eines großes Shoppingcenters im Herzen Velberts stellte die Verwaltungsspitze am Mittwochnachmittag gemeinsam mit dem Düsseldorfer Projektentwickler Concepta neue Planungen für ein Einkaufszentrum vor.

„Stadtgalerie Velbert“ heißt das Projekt, das anstelle des alten Marktzentrums im Frühjahr 2018 im Stadtkern zwischen Offers­platz, Kolpingstraße, Europaplatz und Oststraße eröffnet werden soll. „Experten haben festgestellt, dass wir angesichts massiver Kaufkraftabwanderung in die Oberzentren mehr Einzelhandelsfläche benötigen“, so Bürgermeister Dirk Lukrafka zu den Gründen, warum das Thema Shopping in Velbert während der vergangenen Jahre diskret, aber mit Hochdruck von Verwaltung, Politik und Verbänden vorangetrieben worden sei. Concepta habe da einen Plan vorgelegt, der in vielfacher Hinsicht zur Velberter Situation passe und „Sünden“ der Vergangenheit vermeide. Verantwortlich für die Planung ist das Velberter Architekturbüro Hecker, Concepta-Ansprechpartner ist Dr. Andreas Martin.

Modehaus Mensing als Ankermieter

„Wir haben Velbert schon lange im Fokus“, sagte Martin. „Natürlich stechen einige Leerstände und unschöne Ecken wie etwa Hertie ins Auge, aber andererseits fallen positive Strukturen auf wie der Offers-platz, das Forum Niederberg, die Villa Herminghaus als denkbarer neuer Museumsstandort, die Nähe von ZOB und Friedrichstraße“, so der Concepta-Mann. Im Gegensatz zum seinerzeitigen Entwurf von ECE und HBB kommt die Stadtgalerie Velbert rund 7000 qm kleiner daher; Abrisse von Häusern an der Einmündung Friedrichstraße/Corbygasse sind nicht notwendig. Auch wird das Gesamtobjekt mit zwei Etagen plus Dachparkplatz keineswegs die Marienkirche – wie in der früheren Planung – überragen.

Beim Geschäftsbesatz ist Concepta ein Coup gelungen: Als Anker-Mieter wurde das Modehaus Mensing ins Boot geholt, es soll als Magnet weitere Filialisten in die Stadtgalerie ziehen. „Damen- und Herren-Mode auf hohem Niveau werden dort auf 2500 qm geboten“, informiert Dr. Andreas Martin. Er ist guter Hoffnung, bis zum Abriss des alten Marktzentrums im Herbst rund 70 Prozent der Verkaufsfläche vermietet zu haben.

 
 

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