Mord-Versuch: Urteil im Fall „Kassandra“ ist rechtskräftig

DerWesten
Die Tat hatte im September 2009 Deutschland erschüttert: Ein 15-Jähriger hatte die damals neunjährige Kassandra brutal misshandelt und anschließend in einen Kanalschacht geworfen. Foto: ddp
Die Tat hatte im September 2009 Deutschland erschüttert: Ein 15-Jähriger hatte die damals neunjährige Kassandra brutal misshandelt und anschließend in einen Kanalschacht geworfen. Foto: ddp
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Im Fall der misshandelten Kassandra aus Velbert ist das Urteil nun rechtskräftig. Die Anwältin des Jungen hatte dasUrteil scharf kritisiert.

Velbert. Das Urteil im Fall der brutal misshandelten und in einen Gully eingesperrten Kassandra ist rechtskräftig. Die Anwältin des Jungen hatte das verhängte Urteil der Richter als sehr hart kritisiert. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Revison im Fall der brutal misshandelten und in einen Gully eingesperrten Kassandra aus Velbert als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil des Landgerichts Wuppertal rechtskräftig. Das Gericht hatte im April den 15 Jahre alten Schüler wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Mit einem Stein auf den Schädel eingeschlagen

Die Wuppertaler Richter sahen es als erwiesen an, dass der Junge der damals Neunjährigen zunächst mit einem Stein einen Schädelbruch zugefügt und das bewusstlose Mädchen dann in einen Kanalschacht geworfen hatte. Den Gullydeckel hatte er verschlossen und mit Ästen bedeckt. Nur dank eines Spürhundes der Polizei war Kassandra sieben Stunden später gefunden worden. Die Anwältin des Jungen hatte das verhängte Urteil der Richter als sehr hart kritisiert.

Der 15-Jährige hatte die Tat gestanden und damit begründet, dass ihn die Neunjährige einmal verpetzt habe und er deshalb nicht mehr mit ihrem Bruder spielen durfte. Aus Wut darüber habe er ihr zwei Mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dann habe er Angst vor einer Bestrafung bekommen und beschlossen, das Mädchen aus dem Weg zu schaffen. (dapd)