Tönisheider will Frauenhaus in Nicaragua bauen

Unermüdlich ist der Tönisheider Frank Isfort auch in der Sonnenschule tätig.
Unermüdlich ist der Tönisheider Frank Isfort auch in der Sonnenschule tätig.
Foto: WAZ
Der Tönisheider Frank Isfort ist Mitbegründer des Kinderhilfsvereins „San Andres“. Für das Jahr 2015 plant der Verein den Bau eines Frauenhauses.

Neviges..  Viel Gutes und Wichtiges hat der Kinderhilfsverein „San Andres e.V“ mit tatkräftiger Unterstützung des Tönisheiders Frank Isfort im Jahr 2014 in Ecuador auf die Beine gestellt. Und auch im kommenden Jahr gibt es für Isfort, der nach einem sechs Monate langem Aufenthalt in Tönisheide seit Dezember wieder in Aguas Frias im Norden Ecuadors lebt, viel zu tun.

„Wir haben das Geld für einen Brunnen mit Trinkwasserzubereitung für die Sonnenschule und deren Nachbarn zusammen. Das wird auch bitter nötig sein, denn in der Regenzeit, die bald anfängt, ist das Wasserholen wegen des schlammigen Bodens mit der Schubkarre nicht mehr möglich“, lässt Isfort alle Freundes des Vereins per e-mail wissen. Denn dann müssen die 20 Literkanister mit der Hand vom Bach geschleppt werden, was unzumutbar ist. Sogar wenn die Schubkarre zur Verfügung stehe, werden zur Füllung des Wasserbehälters, der ca. 700 Liter fasst, über vier Stunden benötigt. Außerdem ist das Bachwasser verunreinigt, die Kinder haben häufig Ausschlag bekommen. Aber da jetzt das Geld für den Brunnen zusammengekommen ist, kann der Bau bald losgehen. Ganz klar, dass der handwerklich geschickte Tönisheider selbst mit anfasst.

Das zweite große Projekt, das im kommenden Jahr ansteht, ist der Bau eines Frauenhauses: Der Verein unterstützt in Agua Frias nicht nur Kinder, sondern auch alleinstehende Mütter – die sehr häufig noch im Kindesalter sind. „15-jährige Mütter sind schon fast normal in ländlichen Gebieten. Ich betreue gerade ein 13-jähriges Mädchen, das Mutter geworden ist und habe die Patenschaft für das Baby übernommen“, erzählt der 58-jährige Tönisheider. Für die jungen Mütter sei die Hilfe des Vereins sehr wichtig, auch brauchen sie bei den engen Wohnverhältnissen zu Hause einen Raum, wo sie sich für kurze Zeit zurückziehen können.

Vor allem aber, so Frank Isfort, brauchen die misshandelten Frauen einen Ort der Sicherheit. Gerade in ländlichen Regionen, wozu auch Aguas Frias gehöre, sei Gewalt gegen Frauen keine Seltenheit. Daher sei der Bau eines Frauenhauses dringend nötig.

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