Tiere sollen sich wohlfühlen

Till Bredtmann (rechts) vom Hof am Lüpkesberger Weg 105 mit Michael Morawietz vom Naturland Landesverband  vor der mobilen Stallanlage.
Till Bredtmann (rechts) vom Hof am Lüpkesberger Weg 105 mit Michael Morawietz vom Naturland Landesverband vor der mobilen Stallanlage.
Foto: WAZ FotoPool
„Tierwohl in der Öko-Nutztierhaltung“: Auf dem alteingesessenen landwirtschaftlichen Betrieb von Till Bredtmann am Lüpkesberger Weg 105 wurde jetzt im Rahmen landesweiter Aktionstage ein Projekt vorgestellt, wie eine Nutztierhaltung nach Tierwohl-Kriterien möglich ist.

Neviges..  „Tierwohl in der Öko-Nutztierhaltung“: Auf dem alteingesessenen landwirtschaftlichen Betrieb von Till Bredtmann am Lüpkesberger Weg 105 wurde jetzt im Rahmen landesweiter Aktionstage ein Projekt vorgestellt, wie eine Nutztierhaltung nach Tierwohl-Kriterien möglich ist.

Mehrere Ökoverbände gingen mit wissenschaftlicher Unterstützung der Frage nach, was genau heißt Tierwohl? Wie können Landwirte und Tierhalter dafür sorgen, dass es ihren Tieren wirklich gut geht? Und wer kann das wie überprüfen? Erstmals liegen Kriterien vor, wie „Tierwohl“ in der landwirtschaftlichen Praxis überprüft werden kann. Mit den Projektergebnissen steht ein leicht nachvollziehbarer, praxisnaher Katalog zur Verfügung, der Aufschluss gibt, wie die Tierhaltung auf Höfen und in Ställen auszusehen hat und wie nicht.

Tiere aus artgerechter Haltung

Verbraucher legten beim Einkauf zunehmend Wert auf Fleisch, Eier und Milchprodukte von Tieren aus artgerechter Haltung, unterstreicht auch der Nevigeser Landwirt Till Bredtmann. Ob Schweine, Rinder oder Hühner: Ihnen allen soll es während ihrer Lebenszeit auf landwirtschaftlichen Betrieben wohl ergehen.

Praxisnaher Anforderungskatalog

Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist ein Beratungsleitfaden einschließlich Checklisten für verschiedene Tierarten. In einer ersten einjährigen Probephase wurde das Konzept in Öko-Betrieben auf seine Praxistauglichkeit hin überprüft. Nützlich sind die nun vorliegenden Ergebnisse aber nicht nur für Landwirte, sondern ebenso für landwirtschaftliche Berater und Kontrollunternehmen. Denn mit den Projektergebnissen stehen Kriterien fest, wie die Tierhaltung auf Bio-Höfen und in Bio-Ställen auszusehen hat und wie nicht.

Bei dem Rundgang über den Bredtmann-Hof machte der Geschäftsführer der Naturland NRW und Projekt-Sprecher „Tierwohl“ , Michael Morawietz deutlich, dass der ökologische Landbau ein Leitbild für eine umweltfreundliche und tiergerechte Landwirtschaft sei. Der jetzt vorliegende Leitfaden sei ein gutes Instrument, die Haltungsbedingungen in den Bio-Betrieben weiter zu optimieren, meint Morawietz in dem Gespräch.

Schon jetzt sorgt das vom nordrhein-westfälischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium geförderte Projekt bundesweit für große Aufmerksamkeit und Interesse, freuen sich die Initiatoren dieser Aktion.

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