Stadt Velbert versteigert Fundsachen im Internet

So war’s früher: Astrid Weber versteigerte vor Ort am Rathaus Fundsachen. Jetzt läuft die Auktion online.
So war’s früher: Astrid Weber versteigerte vor Ort am Rathaus Fundsachen. Jetzt läuft die Auktion online.
Foto: WAZ FotoPool
Weil der Aufwand für die Versteigerung von Fundsachen sehr hoch ist, testet die Stadt Velbert in diesem Jahr die Auktion über ein Internetportal.

Velbert..  Wer noch auf der Suche nach einem schönen Fahrrad, einem schicken Handy oder gar einem Kinderwagen ist, sollte sich Donnerstagabend mal ab 18 Uhr auf www.fundus.eu umsehen. Zum ersten Mal wird die Stadt ihre Fundsachen mithilfe des Schüttdorfer Unternehmens GMS-Bentheim online unter die Bietenden bringen. Warum man sich beim Bürgeramt für diese Variante entschieden hat, erläutert Abteilungsleiterin Astrid Weber, die vielen noch als hammerschwingende Auktionsleiterin vor Augen ist: „Die Versteigerungen haben immer viel Spaß gemacht, aber man muss auch mal den starken Personalaufwand sehen, der dahinter steckt.“

Ersteigerte Ware abholen

„Da müssen Genehmigungen beschafft, Bargeld zum Wechseln bei der Stadtkasse bestellt, der Parkplatz frei gehalten, die Tische aufgebaut sowie die Waren drapiert und bewacht werden.“ Als Lösung kam das Angebot des Auktionsanbieters, der viele Städte – auch Großstädte wie Dortmund oder Duisburg betreut – gerade recht. „Mittlerweile wird soviel auf Internetplattformen wie Ebay versteigert. Wir haben gesagt, wir probieren das jetzt einfach mal aus.“ Froh ist sie darüber, dass der Dienstleister vorbeigekommen ist, um vor Ort Velberts vergessene Schätze zu taxieren, zu fotografieren, Mindestgebotsempfehlungen auszusprechen, und sie anschließend auf der Plattform eingestellt hat.

Auf allein 24 Fahrräder vom Kinderrad bis zum Trekkingbike, dutzende Handys bzw. Handypakete und allerlei Schmuck, insgesamt 65 Posten, kann geboten werden. Über manche Fundsachen muss sich selbst die erfahrene Auktionatorin Astrid Weber wundern: „Zum Beispiel über den Kinderwagen. Das Kind wird doch nicht plötzlich so groß, dass man den Wagen einfach irgendwo abstellt.“ Dennoch hat bisher noch niemand von der Option Gebrauch gemacht, eins der im Internet dargestellten Fundsachen vor Auktionsbeginn bei der Stadt wieder abzuholen.

Zu jedem der auf der Plattform dargestellten Produkte gibt es einen obersten Preis, der sich beispielsweise beim Goldschmuck am reinen Materialwert orientiert und ein Minimumgebot. Wer Interesse hat, kann mit diesem starten. Der Blick lohnt aber auch in die Bildbeschreibung, weil hier beispielsweise aufgeführt wird, wenn der Sattel am Wunschrad kaputt ist oder ähnliche kleinere Defekte vorliegen.

Die Bieter müssen ihre Schnäppchen nach Auktionsende (14. Juni, 18 Uhr) vor Ort in Empfang nehmen. Möglich ist das am Mittwoch, 24. Juni, am Dienstag, 30. Juni (8 bis 14.30 Uhr) und am Donnerstag, 2. Juli in der Zeit von 8 bis 17.30 Uhr beim Bürgeramt der Stadt (Thomasstraße 1).

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