Spaß und Abenteuer

Die Indianerferienwoche mit den Ponys bescherte den Kindern Spaß und Abenteuer. Auch beim Ausritt in der Halle.
Die Indianerferienwoche mit den Ponys bescherte den Kindern Spaß und Abenteuer. Auch beim Ausritt in der Halle.
Foto: WAZ FotoPool
Die Ponys Jolly, Theo, Anton und Sam genießen das Gras auf der grünen Weide. Währenddessen kümmern sich vier kleine Mädchen liebevoll darum, dass die Boxen sauber werden. „Sie sollen später ja alle ein schönes Bettchen haben“, erläutert Cecilia (6) .

Neviges..  Die Ponys Jolly, Theo, Anton und Sam genießen das Gras auf der grünen Weide. Währenddessen kümmern sich vier kleine Mädchen liebevoll darum, dass die Boxen sauber werden. „Sie sollen später ja alle ein schönes Bettchen haben“, erläutert Cecilia (6) .

Seit einigen Stunden sind die Kinder schon auf dem Hof der Landreitschule von Wera Langer. Ihre Indianerferienwoche voller Abenteuer und Spaß neigt sich nun dem Ende zu. Jeden Morgen beginnt der Tag um 8 Uhr. „Wir füttern und versorgen alle Tiere auf dem Hof“, erklärt die Gruppenleiterin, die die Landreitschule vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen hat. 15 Pferde und Ponys stehen hier dem Schulbetrieb zur Verfügung. „Die Tiere haben alle unterschiedliche Charaktere und so haben wir für Kinder, Neu- oder Wiedereinsteiger und auch Fortgeschrittene das passende Pferd.“

So durften am ersten Tag Fiona (7), Cecilia (6), Sandra (8) und Josy (5) sich selbst ihr eigenes Pferd für die ganze Woche aussuchen. „Die Wünsche waren dieses Mal realistisch und konnten alle erfüllt werden“, freut sich Jana. Sie weiß, manchmal verlieben sich kleine Mädchen in große Pferde- „aber es muss von der Größe und vom Charakter her passen.“ Für das Team der Landreitschule ist es wichtig, dass die Kinder eine nahezu freie Pferdepartnerwahl haben – „so kümmern sie sich in der ganzen Zeit immer um das gleiche Pony und müssen es auch nicht teilen.“

Nach dem morgendlichen Versorgen kümmern sich die Mädchen um die Pferde und dürfen auch Reiten oder Voltigieren. Dabei geht Wera Langer individuell auf den Kenntnisstand und auch den Mut eines jeden Kindes ein. „Sandra am Anfang schon ein wenig vorsichtig- und nach nur zwei Mal reiten trabt sie schon freihändig leicht.“ Das Mädchen streckt die Arme mit einem breiten Lächeln aus. Die Reitlehrerin ist stolz und lobt Sandra. Die Kinder haben sie einiges für die Abschlussaufführung vorbereitet, damit ihre Eltern staunen können, was sie alles schon zu Pferde können. „Zudem haben wir beispielsweise Ketten und Kronen für die Tiere gebastelt“, erzählt Jana, die Praktikantin.

Die Boxen sind sauber – die Ponys noch dreckig und so stapfen die Mädchen mit ihren Gummistiefeln über die Weide. Den Strick ans Halfter geklickt, bringen sie die nassen Tiere in ihre Boxen und reiben sie erst einmal mit einem Handtuch ab. Dann geht es ans Striegeln. Cecilia bürstet eifrig Theos braunes Fell und weiß genau, worauf zu achten ist. Das Welsh-Pony schaut dabei immer wieder interessiert, was seine Besitzerin auf Zeit da so treibt und wartet geduldig, bis alle Bürsten im Einsatz waren. Zum Dank gibt es einen Klaps auf den Hals. Leckerlies und andere Belohnungen erhalten die Ponys ausschließlich in ihrem Trog. „Sonst lernen sie schnell, dass sie etwas von kleinen Kinderhänden bekommen und da kann dann aus Versehen auch mal ein Finger im Maul landen“, erläutert Wera Langer.

Als alle Ponys gesattelt sind, marschieren die Reiterinnen mit den Vierbeinern an den Zügeln in die Halle. Sie wissen schon, dass von links geführt und auch von dieser Seite aufgestiegen wird. Hier wird nun fleißig für die Abschlussaufführung geprobt. Sam zeigt samt Fioana einen flotten Trab. Sie können schon ganz ohne Longe reiten.

Ob auf den Pferderücken stellen oder ohne Sattel reiten, ob Ausreiten oder eine Kutschfahrt genießen – die Kinder sind voller Eifer bei der Sache. Und dass, obwohl sie nicht von vorne herein so selbstbewusst waren. „Die Kinder haben enorme Fortschritte in der Woche gemacht“, freut sich Wera Langer. Und auch die Kids möchten den Pferderücken gar nicht mehr verlassen. Sie vermissen die Schmuse- und Reitstunden schon jetzt. Gut, dass es da den Reitunterricht gibt, wo alle Lieblinge dann gerne wieder gesattelt, gestriegelt, geritten und umsorgt werden dürfen.

 
 

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