Spaß am Lehren, Spaß am Lernen

Foto: WAZ FotoPool
Das Bergische Internat Villa Wewersbusch lud zum Tag der offenen Tür ein.400 Besucher aus Nah und Fern nutzten die Gelegenheit für einen Schulbesuch.

Langenberg..  Tag der offenen Tür in der Villa Wewersbusch: Rund 400 Besucher aus einem Umkreis von 100 Kilometern ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen, einmal einen Blick in Langenbergs neues „Bergisches Internat“ zu werfen.

Bernd Kesseler, Gründer und Leiter des Bergischen Internats in Erkrath, das im Sommer seine Dependance in Langenberg eröffnete, setzt sich schwungvoll zu Bernhard und Siti Freier an den Tisch und zückt sein rotes Notenbüchlein. Die beiden sind Eltern des zwölfjährigen Marco, der seit August dort in die siebte Klasse geht. „Zunächst wusste ich gar nicht, ob ihr Sohn überhaupt Stimmbänder hat“, sprudelt es aus Kesseler hervor. Deswegen sei die Gesamtnote etwas schlechter als die schriftliche. „Doch Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen – Ihr Sohn ist außerordentlich begabt.“

Klassen mit höchstens 18 Schülern

„Aus purer Lust“, sagt Kesseler, unterrichte er noch die siebten Klassen in Langenberg und Erkrath. Das merkt man ihm an – jede Geste und jedes Wort versprüht die Freude an seinem Beruf. Kein Wunder also, dass er Marcos Lieblingslehrer ist. Mit seiner Begeisterung lockte er den Sohn der Freiers langsam aus der Reserve. „Es bringt nichts, stille Schüler ständig zu bedrängen – vielmehr führen wir sie innerhalb der Gruppe langsam ans Sprechen heran.“

Mit Erfolg. Inzwischen ist Marco nicht nur in der Klasse etwas gesprächiger, sondern auch zu Hause, wie die Freiers berichteten. Die Leistungen insgesamt und auch die Motivation ihres Sohnes hätten sich verbessert, so die Eltern.

Die Freiers hatten zwei Gründe für den Wechsel ihres Sohnes in die Villa Wewersbusch: Zum einen war für den Diplom-Ingenieur und seine Frau entscheidend, dass die Probleme der Schüler vor Ort gelöst werden, denn Freier ist weltweit tätig und häufig Monate unterwegs. Zum anderen überzeugten sie die kleinen Klassen. „Keine unserer Klassen hat mehr als 18 Schüler“, so Florian Kesseler, Sohn des Internatgründers und Leiter der Langenberger Dependance.

Die Klassengröße war auch für Anna Nassau (14) und Chiara Kroepel (15) ein wichtiges Argument zum Schulwechsel: „In kleinen lernt es sich leichter.“ Beide Langenbergerinnen entschieden sich bewusst für die Ganztagsschule.In ihrer alten Schule hatten die Mädchen das Gefühl, zu wenig gefordert zu sein. „In der alten Klasse war es immer laut, viele haben den Unterricht gestört“, erzählte Anna. „Ich wollte einen Ort, an dem ich lernen und mich fürs Abi vorbereiten kann.“ Chiara wiederholt sogar freiwillig eine Klasse. „Das war sinnvoll, weil der Stoff hier anspruchsvoller ist.“ Der ambitionierte Lehrplan ist möglich, weil jeder einzelne Schüler intensiv gefördert wird. „Wenn ich einen Text nicht verstehe, setzt sich der Lehrer hin und geht ihn noch mal mit mir durch, während die Klasse eine Aufgabe bekommt“, erklärt Anna.

 
 

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