Sonnenschule in Aguas Frías/Ecuador macht Fortschritte

Foto: San Andrés
Der Tönisheider Frank Isfort berichtet über die neuesten Entwicklungen im ecuadorianischen Aguas Frías. Einiges ist ärgerlich, anderes erfreulich.

Aguas Frías (Ecuador).  Der Tönisheider Frank Isfort verbringt viel Zeit in Ecuador und engagiert sich dort für ein Hilfsprojekt. In regelmäßigen Abständen meldet er sich, um über die laufenden Aktivitäten zu berichten und darüber, was mit den Spenden geleistet wird, die der Verein San Andrés bekommt.

„In der Sonnenschule laufen die Dinge recht gut“, schreibt Isfort. Der Unterricht werde gestrafft, eine Lehrerin gebe freitags Computerunterricht. Bezahlt werde die aus Spenden. Davon könne der Verein mehr gebrauchen, erinnert Isfort in seiner Mail: „Wenn ihr von Weihnachten noch etwas überhalten solltet, denkt an die Sonnenschule von San Andrés. Wir können jeden Euro gut gebrauchen.“

Zudem habe die Schule einen Backofen geschenkt bekommen. „Endlich nicht mehr Brot im Kochtopf machen“, jubelt Isfort. Und Kollegin Ramona hat mit den Kindern einen Backkurs gemacht.

Unterstützung bekomme er auch: Jugendliche haben im Sommer „nette, wichtige und nützliche Dinge gebaut und bezahlt.“ Etwa eine Kletterwand, die Dachverlängerung, Fenster in den Klassen und dazugehörige Zimmermannsarbeiten, den Umbau der Küche und den Betonboden für die Erweiterung des Hygienebereichs.

Straßenbau zieht sich

Seit über einem Jahr wiederum ziehe sich der Straßenbau nach Aguas Frías inzwischen. „So einen Schwachsinn habe ich bis jetzt noch nie gesehen“, ereifert sich der Tönisheider. „Für diejenigen, die daran verdienen, ist es jedenfalls eine Goldgrube.“ Es wurden dünne Schichten Erde mit Kieselsteinen aufgetragen, gewässert und gewalzt, „was auch richtig und vernünftig ist.“ Doch zehn oder zwölf Schichten, die zwischendurch auch wieder abgetragen wurden, würden jeder Beschreibung spotten. „Es wird auch immer noch hoch und heilig versprochen Asphalt zu legen, doch es tut sich nichts. Ich habe die Befürchtung, dass es solange hinausgezögert wird, bis die Regenzeit einsetzt.“ Auch ein Gespräch in der Präfektur in Esmeraldas habe außer Versprechungen, die nicht eingehalten wurden, nichts gebracht. „Die Abflussrohre haben wir doch selber verlegen und bezahlen müssen.“

Etwas Positives berichtet Isfort zum Schluss: „Seit einigen Wochen kommt der Müllwagen wieder regelmäßig. Für mich ist es eine große Erleichterung, denn sonst verbrenne ich den Müll nicht, sondern sammel ihn und gebe ihn Triciclo-Fahren mit, um ihn in Atacames auf die Kippe bringen zu lassen.“

 
 

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