Schmierstoffe für Metaller

Baku-Mitarbeiter Horst Klaumann füllt Reinigungsmittel ab. Der Chemie-Betrieb sitzt an der Rudolfstraße.
Baku-Mitarbeiter Horst Klaumann füllt Reinigungsmittel ab. Der Chemie-Betrieb sitzt an der Rudolfstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Die Geschichte von Baku Chemie ist fast filmreif: In einer 70-Quadratmeter-Werkstatt fing alles an, inzwischen sind es 2500 Quadratmeter und 25 Mitarbeiter.

Velbert.. Es dampft nicht, es zischt nicht. Es stinkt auch nicht. Nirgendwo verlaufen große Rohrsysteme – trotzdem geht es bei Baku um Chemie. Mitten in Velbert, an der Rudolfstraße, sitzt das Unternehmen, das die Geschäftsführer Michael Balka und Axel Kunze – aus den Anfangsbuchstaben ihrer Namen setzt sich der Firmenname zusammen – 1999 gegründet haben. Chemisch-technische Spezialprodukte für die weiterverarbeitende Industrie werden hergestellt: Kühlschmierstoffe, Öle für die Metallbearbeitung, Reiniger oder Produkte zur Oberflächenbehandlung bei der Be- und Verarbeitung von Metallen.

Die Geschichte von Baku liest sich dabei fast wie das Drehbuch zu einem Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Film: „Angefangen hat alles 1999 in einer kleinen Garage in Essen Werden“, erzählt Michael Balka. Rund 70 Quadratmeter standen ihm und seinem Kompagnon damals zur Verfügung.

Marktführer

Die beiden waren in der Gründungszeit auch die einzigen Mitarbeiter. Vor zehn Jahren erfolgte dann der Umzug an die Rudolfstraße, „einfach, weil viele unserer Kunden aus Velbert kommen und weil die Verkehrsanbindung sehr gut ist“, sagt Balka. Mehr Platz bot das neue Gelände auch, immerhin 500 Quadratmeter. Heute verteilt sich Baku auf die fünffache Fläche, 25 Mitarbeiter zählt das Unternehmen. „Zwar merken wir auch, dass es in den letzten Jahren aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation etwas ruhiger geworden ist“, führt der Geschäftsführer aus. „Aber wir sind recht breit aufgestellt, deswegen ist das bei uns nicht ganz so auffällig.“ Zumal Baku in einem Bereich ein ziemlich einzigartiges Angebot bereithält: „Wir bieten ein Produkt zum zerstörungsfreien Entschichten von Plasmabeschichtungen an. Wir stellen zwar nur recht kleine Mengen her, haben in dem Sektor aber keinen Wettbewerber“, sagt Balka, und scherzt: „Wir sind also quasi der kleinste Marktführer der Welt.“

Begonnen haben Balka und Kunze als reiner Handel, heute produziert das Unternehmen einen großen Teil der angebotenen Produkte selbst. „Was wir selbst herstellen, haben wir auch selbst entwickelt“, sagt Balka. Und dazu gehört auch, dass Kunden Wünsche äußern und dann probiert und getestet wird – etwa im Bereich Korrosionsschutz. Stolz ist Balka auch auf die Qualität der Produkte: „Wir kaufen keine Rohstoffe aus China oder Russland ein, sondern nur aus Europa. Dadurch sind unsere Produkte zwar etwas teurer, aber wir sind ja auch keine Billigheimer.“

Und ausgebildet wird bei Baku auch: derzeit zum Lageristen und zur Industriekauffrau. „Einige Lehrlinge haben wir auch direkt aus der Ausbildung übernommen“, erzählt Balka. „Einer von denen ist heute unser Produktionsleiter.“

EURE FAVORITEN