Schatzgräber im Hügelland

Foto: WAZ FotoPool
Zum dritten Mal lud die evangelische Kirchengemeinde Nierenhof Kinder und Jugendliche ins Zeltlager ein. Und dabei spielte sogar das Wetter mit

Hattingen-Elfringhausen..  Am Ende kamen sogar noch mehr Teilnehmer als erwartet: Bereits zum dritten Mal organisierte die evangelische Kirchengemeinde Nierenhof ein Zeltlager für sechs- bis zwölfjährige Kinder auf einer Wiese am Höhenweg in Hattingen-Elfringhausen. 111 Kinder meldeten die Eltern im Vorfeld – 116 erschienen dann tatsächlich: Sie wollten das Ereignis, das in diesem Jahr unter dem Motto „Schatzgräber“ stand, nicht verpassen.

Als es dann am Freitagnachmittag losging, hatten doch einige Eltern verständlicherweise Befürchtungen. Sorgten doch die Wettervorhersagen für einige Unruhe. Die Organisatoren hatten aber vorsorglich zwei Busse am Höhenweg deponiert. „Ja, wir haben auch darum gebetet, dass uns kein Gewitter oder Unwetter erreicht“, gestand Kinderreferentin Claudia Scheuermann, die gemeinsam mit Jugendreferent David Schmähl das Zeltlager organisiert hatte. Bis auf eine kleine Regenschauer blieb es trocken und das vollgepackte Programm konnte Punkt für Punkt wie geplant stattfinden.

Goldgräbersteaks und Bratwürste

Und: Gar keine Ängste zeigten die Kinder. Zum Start des Zeltlager nahmen sie und 26 Betreuer ein zünftiges Westernmahl ein: Goldgräbersteaks und Bratwürste vom Grill gaben ausreichend Energie für das anstehende Geländespiel. Müde und geschafft ging es anschließend in die vierzehn Zelte.

Ein Gefängnis darf nicht fehlen

Nach etwas Frühsport und einem kräftigen Frühstück ging es tags drauf dann an die Arbeit: Schließlich musste eine zünftige Westernstadt gebaut werden. Die Spedition Graf spendierte jede Menge Paletten, und so entstanden unter Anleitung der Betreuer nicht nur ein Saloon und ein Pferdestall, sondern auch noch ein Gefängnis.

Mädchen bauen kräftig mit

Auch die Mädchen beteiligten sich engagiert: „Ich habe auch ein Brett für die Stadt gesägt – ganz allein!“, rief Madeleine (9) stolz, während neben ihr andere Mädchen zwei Pferde bastelten. „Das hier heißt Sam“, verriet Caro (11), ganz in Folie gehüllt, um die Kleidung nicht zu beschmieren.

Im Unimog über die Wiese

Da ging es bei der Bemalung von den farbigen Halstüchern ruhig und konzentriert zu: Jedes Zelt bekam andersfarbige Halstücher, die mit den Namen des Kindes beschriftet wurden. Riesiges Interesse bestand auch, als Pfarrer Dirk Scheuermann zur Abwechslung vom Bauen und Basteln zu einer Fahrt im Unimog-Anhänger über die Zeltwiese einlud.

Eine Pizza zum Abendbrot

Nach der Mittagpause – es gab Chicken Nuggets, zubereitet vom rührigen Küchenteam – unterhielt Thomas Clever, EC-Referent für Jungschar im Bredenscheider Haus Friede, Die Zeltlagergemeinde mit Liedern zur Gitarre, ehe in Kleingruppen über christliche Werte gesprochen wurde. Und dann hieß es auch schon wieder „Weiterbauen“, bis es zur Freude der Kinder zum Abendessen Pizza gab.

Gottesdienst zum Abschluss

Natürlich durfte die Lagerfeuerromantik zum Schluss des Tages nicht fehlen. Dann jedoch geschah’s: Es gab einen (natürlich inszenierten) Überfall! Gut nur, dass es in der selbst errichteten Westernstadt ja das Gefängnis gab und die Gangster verhaftetet werden konnten. Eine kleine Nachtwanderung sorgte dann wieder für Beruhigung zur anschließenden Nachtruhe. Und am späteren Sonntagmittag beendete ein Gottesdienst dann das ereignisreiche, spannendes Schatzgräber-Zeltwochenende.

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