Rummel auf dem Radweg

Mit Kind, Hund und Kegel waren die Radfahrer auf dem Velberter Teilstück unterwegs. Bild: Detlev Kreimeier
Mit Kind, Hund und Kegel waren die Radfahrer auf dem Velberter Teilstück unterwegs. Bild: Detlev Kreimeier

Velbert.. Auf 40 Kilometern in vier Städten wurde jetzt die Eröffnung des Panoramaradweges groß gefeiert. An der einstigen Eisenbahnstrecke wurde an 15 Veranstaltungsorten ein bunt gemischtes Programm angeboten. Die Stadt war mit vier Stationen dabei.

An der Höferstraße, neben dem neuen Freizeitpark, konnten die Biker ihre Geschicklichkeit in einem Parcours messen und die Sicherheit von ihrem Fahrrad überprüfen lassen. „Besonders wichtig ist, dass die Beleuchtung von einem Dynamo und nicht nur einem Akku angetrieben wird“, erklärt Polizist Jörg Marsall. Mit zwei Kollegen kontrolliert er nicht nur Beleuchtung, sondern auch Bremsen und Reflektoren der Drahtesel. Die meisten Räder hätten bisher nur kleinere Mängel aufgewiesen. Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, rät er den Radfahrern: „Natürlich sollte jeder einen Helm aufsetzen. Außerdem muss auf die Fußgänger, die den Weg mit benutzen Rücksicht genommen werden. Vorsichtig sollte man auch an den Kreuzungen sein, da kann man ruhig mal absteigen“.

10 000 Interessierte

Wer den Geschicklichkeitsparcours meistert, darf sich beim Zelt des Leo-Clubs nebenan einen Stempel abholen. „Insgesamt gibt es fünf solcher Rallye-Stationen zwischen dem Zeittunnel in Wülfrath und dem ehemaligen Güterbahnhof in Heiligenhaus“, sagt Lisa Wagner, Vize-Präsidentin des Leo-Club Niederberg. „Bei drei gesammelten Stempeln gibt es eine rote Trinkflasche“. Die Familienaktion begleitet mit Kuchen, Berliner Ballen, Kaffee und gekühlten Getränken werde sehr gut angenommen. „Zum Glück spielt das Wetter mit. Wir schätzen das insgesamt 10 000 Interessierte kommen werden“, meint die 21-Jährige. Bis zum Abend sind die Freiwilligen erst an den Stationen an der Strecke und später bei der Abschlussveranstaltung am ehemaligen Güterbahnhof in Heiligenhaus im Einsatz. Sie hoffen dabei möglichste viele Spenden zu sammeln, die größtenteils wieder in die Trasse fließen sollen: in Form von Schildern oder Sitzgelegenheiten.

Fehlende Richtungsschilder

Genau diese fehlen nämlich noch. Das bemängelt auch Familie Behme. „Dadurch, dass es noch keine Richtungsschilder gibt, ist es manchmal schwierig, den richtigen Weg zu finden. Außerdem würden wir mit unserem kleinen Sohn auch zwischendurch gerne die Möglichkeit haben kurz Pause zu machen“, kritisiert Gerda Behme. An der Neuapostolischen Kirche sind die drei heute Morgen gestartet, nach einer kurzen Verschnaufpause am ehemaligen Bahnhof an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße soll es bis nach Wülfrath weiter gehen. „Insgesamt finde ich die Veranstaltung super. Wir machen bei der Familienrallye mit und die Aktionen an den Stationen gefallen uns sehr gut“, freut sich Stefan Behme. An der Dampflok haben sich zur Mittagszeit viele Fahrer eingefunden. Im Biergarten und um die aufgestellten Getränkewagen und Grillstände legen sie bei Sonnenschein eine Mittagspause ein. Die Stimmung ist gut.

Fröhlich geht es auch in Tönisheide zu. Ein Teil der Wülfrather Straße wurde für den „Panorama-Gipfel“ abgesperrt. Eine Bühne und zahlreiche Getränkestände, sowie die anliegende Gastronomie, bieten ausreichend Sitzgelegenheiten und sorgen mit einem Programm für Alt und Jung für Feststimmung. Auch hier kann man von Profis sein Rad auf Verkehrssicherheit checken lassen.

Jessica Preuß ist mit ihren beiden Kindern gekommen. Sie ist zu Fuß unterwegs, der Nachwuchs auf Fahrrädern. „Wenn so etwas in Velbert los ist, kann man sich das nicht entgehen lassen“, findet die 27-Jährige. Mit dieser Meinung scheint sie nicht allein zu sein. Auf der gesamten Strecke ist viel los, an allen Veranstaltungsorten lassen es sich die Anwohner, Radfahrer und Spaziergänger gut gehen.

 
 

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