Pflege belastet Angehörige

Velbert..  Landesweit gab es Ende des Jahres 2011 mehr als eine halbe Million pflegebedürftige Menschen. Mehr als zwei Drittel von ihnen werden dabei zu Hause versorgt. Doch mit der Hilfsbedürftigkeit eines Menschen ändert sich oft nicht nur dessen Leben, sondern auch das der Person, die pflegt. Plötzlich steht man vor zahlreichen körperlichen, sozialen und finanziellen Problemen. Viele pflegende Angehörige sind körperlich und seelisch stark gefordert. Aber auch positive Erfahrungen werden gemacht, wie neue und unmittelbare Beziehungen zum gepflegten Angehörigen, Sinngebung und Gemeinsamkeit. Selbsthilfegruppen können helfen, schwierige Situationen zu überstehen und Erfahrungen auszutauschen.

Referat vom Fachmann

Am Mittwoch, 27. Februar, finden sich Angehörige zusammen, die eine Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ gründen. Derartige Initiativen können nicht vom Klinikum Niederberg „ausgerufen“ werden, sondern müssen sich durch Betroffenen selbst bilden. In diesem Zusammenhang sind Interessierte und Betroffene am Mittwoch um 19 Uhr ins Klinikum, Sitzungsraum I, eingeladen. Dr. Alexander Klink, Chefarzt der Klinik III für Innere Medizin – Altersmedizin, referiert zum Thema „Pflege von Angehörigen zu Hause“. Der Vortrag soll der sich neu formierenden Gruppe Anregungen zum Austausch und zur Vertiefung bieten: Wer pflegt zu Hause? Wer wird gepflegt? Was bedeutet häusliche Pflege für Betroffene und Pflegende? Aus welchen Motiven wird zu Hause gepflegt? Umgang mit schwierigen Situationen. Welche Hilfen werden geboten?

In kritischen Lagen können Menschen helfen, die Ähnliches durchgemacht haben und Sorgen und Probleme nachvollziehen können. Die Selbsthilfegruppe ist ein Ort für intensive Gespräche und regen Erfahrungsaustausch. Infos erteilt Gisela Laab: 0175/7259136, Mail an g.laab@klinikum-niederberg.de.

 
 

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