Panoramaradweg in Velbert als Müllkippe missbraucht

So sah es in der Woche vor dem 7. Dreck-weg-Tag in am Panoramaradweg auf Höhe der Oberstadt in Velbert aus. Den Müll haben die Oberstädter beseitigt, das Problem der wilden Kippe jedoch bleibt.
So sah es in der Woche vor dem 7. Dreck-weg-Tag in am Panoramaradweg auf Höhe der Oberstadt in Velbert aus. Den Müll haben die Oberstädter beseitigt, das Problem der wilden Kippe jedoch bleibt.
Foto: WAZ FotoPool
Beim Dreck-weg-Tag standen Mitgliedern des Bürgervereins Oberstadt die Haare zu Berge: Hundekot, Haus- und Gartenabfälle fanden die Aktiven am Panoramaradweg in Velbert, der an manchen Stellen einer wilden Müllkippe gleicht. Anwohner berichten sogar von regelrechtem Mülltourismus.

Velbert..  1387 Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche, Erwachsene und auch Ältere aus Vereinen, Familien, Nachbarschaften, Gruppen, Parteien, Schulen und Kindergärten oder auch Einzelkämpfer haben beim 7. Dreck-weg-Tag im Stadtgebiet 2,8 Tonnen Müll gesammelt. Auch Mitglieder des Bürgervereins Oberstadt waren wieder dabei und räumten in ihrem Bezirk ordentlich auf. Und bevor es mittags in der Kantine der Technischen Betriebe dann zum erholsamen Teil des Aktionstages kam, hatten die Oberstädter saubere Straßen hinterlassen, aber auch „stinkende Erfahrungen“ gemacht.

„Was die fleißigen Helfern am Panoramaradweg erwartete, spottet jeder Beschreibung“, bringt es der Bürgervereinsvorsitzende Klaus Schmitz auf den Punkt. Zwischen der Kreuzung Nevigeser Straße, der Brücke Schmalenhofer Straße und noch darüber hinaus bot sich den Oberstädtern ein Bild des Jammers: „Hausmüll, der an den Hängen abgekippt wurde, und Hundedreck entlang des Radweges – eine Tretmine neben der anderen, das stinkt zum Himmel!“, so Schmitz. Einige Haufen waren zwar in Kotbeuteln verpackt, aber dann einfach in den Graben geworfen worden. 16 Säcke mit Glas- und anderem Müll sammelte die aktive Bürgervereinsgruppe aus der Oberstadt an Wegen, Straßen und in Grünanlagen.

Menschen fahren mit dem Auto vor und laden Müll ab

Drei Tage nach dem Großreinemachen nun der prüfende Blick am Panoramaradweg in der Oberstadt: Ganze Arbeit haben Klaus Schmitz und Gefolge geleistet, Plastik- oder anderer Restmüll liegt nicht mehr herum. Aber die Gartenabfälle und Grillasche: „Manche Leute fahren mit dem Auto bis zur Kreuzung des Radweges/Nevigeser Straße“, berichtet Rentner Paul Wewering, der täglich hier spazieren geht. Und dann passiere das: „Kofferraum auf, Müllsäcke raus und schnell an beiden Seiten des Radweges ausgeschüttet“, so Wewering. Das kann dann Rasenschnitt sein oder auch Hausmüll, „dann kullern die Joghurtbecher in den Graben!“

Im Alltag kümmern sich die Technischen Betriebe Velbert (TBV) um den Panoramaradweg. „Unsere Straßenbegeher sind dort unterwegs und melden es, wenn größere Mengen Müll gefunden werden“, erläutert Tobias Schiffer, bei den TBV zuständig für das öffentliche Grün. Entlang des Radweges könne man die unterschiedlichsten Sorten Müll finden. „Wir haben aber kaum eine Chance, Verursacher zu ermitteln“, sagt Schiffer, es sei denn, sie würden auf frischer Tat ertappt.

 

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