Online-Portal bringt im Kreis Mettmann Schüler und Firmen zusammen

Landrat Thomas Hendele (l), Anette Pesler vom regionalen Bildungsbüro beim Kreis Mettmann und Clemens Urbanek von der Industrie- und Handelskammer präsentieren das neue Projekt vor der Startseite des neuen Internet-Portals.
Landrat Thomas Hendele (l), Anette Pesler vom regionalen Bildungsbüro beim Kreis Mettmann und Clemens Urbanek von der Industrie- und Handelskammer präsentieren das neue Projekt vor der Startseite des neuen Internet-Portals.
Foto: Kreis Mettmann
Das NRW-Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ greift nun auch im Kreis Mettmann. Berufsfeld-Erkundung als Pilotprojekt, um Schülern zu helfen.

Kreis Mettmann..  Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ greift dieses Jahr auch im Kreis Mettmann. „Nach der Wahl des Lebenspartners ist die Wahl des Berufes die zweitwichtigste Entscheidung für den späteren Lebensweg“, malte Landrat Thomas Hendele das Bild, das für diese Pressekonferenz deutlich machte, wie hilfreich es ist, schon Achtklässler in möglichst ausfüllende Berufsfelder zu schicken.

Das Online-Portal Berufsfeld-Erkundung im Kreis Mettmann bringt Schüler und Unternehmen zusammen. Die Internet-Plattform des Kreises Mettmann, so Hendele, mache eine qualifizierte Berufswahl möglicher. Ausbildungsabbrüche sollten dadurch reduziert und viel menschliches Leid, das damit verbunden sei, verringert werden.

Firmen und Schülern helfen

Zuerst sind die Unternehmen des Kreises gefragt. Auch Velberter Firmen werden sich beteiligen, Schülern die Gelegenheit zu geben, sich über verschiedene Berufsfelder zu informieren. Kein Schüler soll die Schule ohne eine klare berufliche Vorstellung verlassen.

Schon bei den Achtklässlern geht es los. Anfangs werden bei ihnen Analysen erarbeitet und die berufsbezogenen Stärken in den Vordergrund gestellt. Einen lebendigen Weg der Firmenpräsentation stellten Anette Pesler vom regionalen Bildungsbüro beim Kreis Mettmann und Clemens Urbanek, Geschäftsführer der Abteilung Berufsbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf, vor.

In wenigen Jahren sinke die Zahl der Schulabsolventen, hieß es bei der Präsentation, um mindestens 20 Prozent. Nun seien als erstes die heimischen Unternehmen gefordert, so Urbanek, das Portal mit ihren Angeboten zu füllen. „Betriebe können verkaufen“, erläutert Urbanek, „sich selbst aber oft nicht darstellen.“

Im Februar läuft die Sammelphase. Firmen können Betriebsrundgänge und Besichtigungen von Arbeitsplätzen, Mitmachaktionen wie praktische Übungen und das Anfertigen von Arbeitsproben anbieten. Die Unternehmen geben an, wie viele Ausbildungsplätze sie zur Verfügung stellen können. Die Zahlen werden ständig aktualisiert. „Ab Anfang März können die Schüler buchen“, so Anette Pesler vom Kreis. Zuständige Lehrer in den Schulen prüfen und bestätigen die Anmeldungen der Jugendlichen. In der anlaufenden „Pilotphase“ beteiligen sich zunächst vier Schulen mit etwa 460 Schülern aus Heiligenhaus über Mettmann bis nach Monheim. Ungefähr 700 Angebote erhofft sich Susanne Heinrich (Kreis) von den Firmen des Kreisgebietes. Sie ist für das Buchen zuständig, ihre Kollegin Verena Meinhold gibt Auskunft über die Berufsfeld-Erkundung mit den dortigen Inhalten.

In den nächsten Jahren, so die Kreis-Verantwortlichen, sollen alle achten Klassen teilnehmen, um optimal das Portal zu nutzen.

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