„Nicht einfach aus dem Katalog“

Foto: WAZ FotoPool
Die Nevigeser warten weiter auf ihren neuen Brunnen an der Elberfelder Straße. Ideengeber für das begehbare Modell ist der Verein „Kinderstadt Neviges“.

Neviges. Das Warten geht weiter. Eigentlich sollte der neue „Navigisia“-Brunnen in diesem Sommer ja schon lustig plätschern. Doch gegenwärtig präsentiert sich der Platz in der Fußgängerzone an der Ecke Elberfelder Straße und Im Orth immer noch trist und öde. „Einen Zeitpunkt zu nennen, wann sich das ändert, ist sehr schwer“, meint Alexandra Gräber.

Technische Umsetzung

Die zweite Vorsitzende des Vereins „Kinderstadt Neviges“ - der Verein hatte die Idee für das Projekt - verspricht aber: „Wir arbeiten dran.“

Das tun auch die mit der Umsetzung des Brunnen-Baus beschäftigten Technischen Betriebe Velbert (TBV). Der dort zuständige Sachgebietsleiter Straßen, Arnd Sulimma, verweist auf einen Termin, den er in der Woche nach Ostern mit dem Ingenieur eines Fachbüros hat, das jetzt mit der technischen Umsetzung des Projektes betraut ist. Versuche, mit dem Giereifachverband technische Lösungen zu finden, hatten zuvor nicht zu dem gewünschten erfolg geführt.

Nach Abschluss der Planungen für den gesamten Brunnenplatz habe man zunächst ein Leistungsverzeichnis erstellt, um überhaupt in der Realisierung voranzukommen. Auf der Grundlage eines vorhandenen Drei-D-Modells von dem Objekt sollen nunmehr die Ausschreibungen erfolgen. „Eine sehr vielschichtige Angelegenheit“, meint der TBV-Mitarbeiter. Das beginne schon mit der Frage, wie die im Durchmesser zwei Meter große Bronzeplatte des Brunnens gefertigt werden könnte. Oder ob die Modellteile einzeln gegossen beziehungsweise gefräst werden müssten.

Fest steht auf jeden Fall, dass das Modell des Schlosses ins Pflaster des Platzes eingelassen wird. Der begehbare Brunnen stellt ebenfalls das Hardenberger Herrschaftsgebäude dar. Zwei der Wehrtürme dienen dabei als Wasserspeier, mittendrin plätschert ein „Gerinne“. Ein weiterer Turm wird blau gepflastert. Der ganze Brunnen kostet einschließlich der umfangreichen und komplizierten Technik und der Platzumgestaltung rund 300 000 Euro.

50 000 Euro Spenden

50 000 Euro davon sammelte der Kinderstadt-Verein bei Spendern ein. „Der größte Teil stammt aus der Jubiläumsstiftung der Sparkasse“, hebt Alexandra Gräber hervor. Die um die Probleme bei der Umsetzung der Vereinsidee Bescheid weiß: „So einen Brunnen bestellt man schließlich nicht einfach aus dem Katalog.“

 
 

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