Neanderland ist ein Paradies für Radfahrer und Wanderer

Wogende Felder, glückliche Kühe: Im  Windrather Tal ist die Welt noch in Ordnung.
Wogende Felder, glückliche Kühe: Im Windrather Tal ist die Welt noch in Ordnung.
Foto: WAZ
Der Tourismus boomt im Städtedreieck Essen, Wuppertal und Düsseldorf – das Neanderland ist besonders für Radfahrer und Wanderer ein wahres Paradies. Auch in Neviges kommen Ausflügler auf ihre Kosten.

Kreis Mettmann..  Wogende Getreidefelder, dazwischen, wie tiefgrüne Farbkleckse, saftige Wiesen: Das Windrather Tal in Neviges ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Die Schönheit des Fleckchens Erde zwischen Essen, Wuppertal, Düsseldorf und Leverkusen nämlich der Kreis Mettmann, ist inzwischen als Neanderland werbewirksam bekannt.

Der Tourismus boomt

Der Neandertaler stand Pate, als der Kreis Mettmann Ende der 1990er Jahre eine Tourismusoffensive startete. Im Schlepptau die zehn kreisangehörigen Städte. Was etwas zögerlich begann, ist für alle Beteiligten inzwischen ein starkes Plus geworden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit 2005 besuchten 12,6 Prozent mehr Gäste unsere Region. Aus dem Ausland waren es fast 20 Prozent. Die Übernachtungszahlen waren mit etwa zehn Prozent ebenfalls stark angestiegen.

Ulrich Hardt, IHK Velbert, ist angetan von der Werbekampagne „Neanderland“ des Kreises. „Wir von der IHK Velbert stehen dahinter und finden die Aktivitäten des weichen Standortes nicht als Gegensatz zum Industriestandort, sondern als ergänzend und hoffen auf eine starke Wechselbeziehung. Menschen, die in der Region arbeiten möchten, erhalten ein großartiges Freizeitangebot und eine lebensbejahende Umgebung.“

Eine große Anzahl von Museen und Freizeitparks, Wasserskianlage, Reitausflüge, Kletterparks und Seilgärten, Wildgehege und nicht zuletzt die Neanderthaler Fundstätte mit Museum sowie der Neanderlandsteig färben wohlwollend auf die gesamte Region ab.

Radlern bietet der Panoramaradweg Niederbergbahn eine Strecke von etwa 40 Kilometern mit geringen Steigungen und landschaftlich ansprechenden Ausblicken in die Täler. Angebunden sind touristische Haltepunkte. Zum Beispiel in Wülfrath der erdgeschichtliche Zeittunnel. Und in Velbert angekommen, erwartet die Radfahrer das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseums, Schloss Hardenberg und der Nevigeser Dom.

„Wanderer, die Velbert erreichen, freuen sich auf insgesamt 230 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege“, weiß Karl-Uwe Schneider, stellvertretender Chef des Sauerländischen Gebirgsverein Velbert (SGV), zu berichten. Für Wanderfreunde empfiehlt er zehn Rundwege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Diese vom SGV ausgearbeiteten Strecken von sechs bis elf Kilometern und einem Zeitaufwand bis zu drei Stunden sind als Flyer bei der Velberter Marketing Gesellschaft (VMG) zu bekommen. Die Sammlung ist eine Gemeinschaftsarbeit des Velberter Scala Verlages und der VMG - Velbert Marketing GmbH zusammen mit dem Sauerländischen Gebirgsvereines.

 
 

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