Möglicher Standort der Forensik in Wülfrath wird geprüft

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Bei der Frage nach einem möglichen Standort einer Klinik für psychisch kranke Straftäter ist noch keine Entscheidung gefallen. Das NRW-Gesundheitsministerium wartet auf das Ergebnis der Bezirksregierung, ob ein Bau auf dem ehemaligen Gelände der Bergischen Diakonie in Aprath genehmigt würde.

Wülfrath..  Fast genau auf den Tag zwei Jahre ist es her, dass die Bergische Diakonie Aprath Teile ihres Geländes in Oberdüssel dem NRW-Gesundheitsministerium zum Verkauf anbot, um dort eine Klinik für psychisch kranke Straftäter zu bauen. Für Außenstehende ist seitdem nicht viel passiert. Wann nun der Standort einer Forensik für den Landgerichtsbezirk Wuppertal entschieden wird, steht weiter in den Sternen.

Es fehlen noch Unterlagen

„Diese Entscheidung ist abhängig von dem Ergebnis des Antrags auf Bauvorentscheid“, erklärt Christoph Meinerz, Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums. Zur Erinnerung: Im März diesen Jahres hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW einen Antrag bei der Bezirksregierung gestellt um zu prüfen, ob der Bau einer Klinik für psychisch kranke Straftäter auf diesem Gelände überhaupt genehmigt würde. Danach wurde ein Gutachten erstellt – und dessen Auswertung dauert, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf erörtert: „Wir erwarten noch ergänzende Unterlagen vom Antragsteller, um zum Beispiel noch Fragen zur Entwässerung des geplanten Vorhabens klären zu können. Vom Eingang dieser Unterlagen ist dann auch die weitere Zeitplanung abhängig.“ Im Moment könne man keine verlässliche Aussage machen, wann die Prüfung beendet sei.

Falls das Ergebnis so ausfällt, dass die Bezirksregierung einen Bau genehmigt, ist das NRW-Gesundheitsministerium am Zuge. Und zwar mit weiteren genauen Prüfungen, wie Sprecher Christoph Meinerz betont: „Erfolgt ein positiver Bescheid, wird dieses Grundstück der Diakonie Aprath in den Abwägungsprozess nach der Suche nach dem am besten geeigneten verfügbaren Grundstück einbezogen.“

Wo die Forensik nun hinkommt, ist also zurzeit unklar, auch wenn einiges für den Standort Wülfrath spricht: Unter anderem die „Insellage“ des über 75 Hektar großen Geländes, also die Entfernung zur Innenstadt. Dass sich die Standort-Frage so lange hinzieht, habe einen guten Grund, so Meinerz: Ist erst einmal eine Entscheidung getroffen, so müsse sie dermaßen gut nachvollziehbar sein, dass sie auch möglichen Klage standhält.

 
 

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