Metallbauer aus Velbert erhält M&T Metallbaupreis

Metallgestalter Josef Vavro in zeigt die Präzision seiner Arbeiten in der Velberter Werkstatt.
Metallgestalter Josef Vavro in zeigt die Präzision seiner Arbeiten in der Velberter Werkstatt.
Foto: WAZ FotoPool
Der Velberter Josef Vavro, Bildhauer und Metallgestalter, gewann für eine Arbeit in Essen-Bredeney den M&T Metallbaupreis. Ein gutes Gefühl für den schon seit mehr als 20 Jahre Selbstständigen.

. Eigentlich ist er Künstler. Doch nicht nur die bekannten Heiligenhauser Pladderköpfe stammen von Josef Vavro. Der gelernte Metallgestalter und Bildhauer fertigt auch Tore, Geländer, Zäune und andere Objekte aus Metall.

Für ein Großprojekt an einem Privathaus in Essen-Bredeney hat er nun den M&T Metallbaupreis gewonnen. Mit „zwei Flügeltoren mit einer 7,20 Meter langen Eingangsbreite, zehn Zaunelementen, einer Eingangstür und einem weiteren einflügeligen Tor mit 3,50 Meter Breite“ gelangte Vavro an die „Grenze des Möglichen.“ Seine Ansprüche an die Anlage waren sehr hoch. Beispielsweise „sollte alles wie aus einem Guss aussehen, die Schweißnähte sollten nicht sichtbar sein.“ Makellos war sein Werk, nach etwa 2400 Stunden und mehr als einem Jahr Arbeit und brachte ihm den verdienten Sieg.

Josef Vavro arbeitet am liebsten allein, „ich gebe die Sachen nicht gern aus der Hand.“ So hat er auch nur einen Helfer beschäftigt.

Seine Ideen entstehen als Zeichnung auf Sperrholzplatten – oder „ich habe es einfach im Kopf.“ Und auch wenn er viel Wert auf Genauigkeit legt, funktioniert bei ihm doch vieles über Improvisation. Da schlägt der Künstler durch.

Vavro legt viel Wert auf Präzision

1992 hat Josef Vavro sich selbstständig gemacht. „Ich bin gern ein freier Mensch, das ist mir sehr wichtig.“ Er hatte Glück. „Nur kurze Zeit nach Beginn meiner Selbstständigkeit konnte ich den Zaun von Schloss Landsberg machen“ – eines der größten Projekte seiner bisherigen Karriere.

Derzeit ist Josef Vavro mit der Metallgestaltung von Toren und Zäunen gut beschäftigt. „Auf dieses Tor warten die Kunden auch schon seit einem Jahr“, sagt Vavro und zeigt auf seine aktuelle Arbeit. Dass dabei nicht viel Zeit für die Bildhauerei bleibt, stört ihn nicht. „Ich mache beides gerne. Wichtig ist, dass das Ergebnis gut ist.“

Doch auch wenn Josef Vavro genauso viel Wert auf Präzision bei seinen kreativen Arbeiten legt, „spielt hier das Gefühl eine große Rolle.“ Da ist es bei den Auftragsarbeiten von Toren schon anders: „Gestaltung ist Gestaltung, aber ein Tor hat vorgegebene Maße, da muss man sich dran halten.“ Zeit für seine Kreativität hat Vavro derzeit nicht. „Ich mache nur noch selten Statuen ohne Auftrag.“ So wie damals seinen Metallkäfig mit dem Titel „Ein Kubikmeter Luft“, den er vor mehr als 20 Jahren fertigte. „Das gefällt mir schon sehr gut.“

Gerade fertigt er eine Treppe aus Glas und Metall. Zwischen der Zeichnung ist eine Skizze – „das ist ein Entwurf für einen Skulpturwettbewerb im Süden Deutschlands.“ Wie seine Chancen auf den Sieg stehen, weiß er nicht. Dennoch kennt Vavro keinen Stillstand. „Es ist eben ein gutes Gefühl, wenn die Arbeit ausgezeichnet wird“, so wie eben nun mit dem M&T Metallbaupreis.

 
 

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