Kurzweiliger Kabarett-Abend klärte in der Liebe auf

Aufführung des Kabaretts "Nur die Liebe quält" in der VG Langenberg. Foto: Herbert Höltgen
Aufführung des Kabaretts "Nur die Liebe quält" in der VG Langenberg. Foto: Herbert Höltgen
Foto: Herbert Höltgen
Schnelle anspruchsvolle Dialoge wechselten sich mit einfachen Liedern unter Einbeziehung des Publikums ab

Langenberg..  Alle sangen vollen Herzens mit: „Ein Butt, der deinen Namen trägt...“ erschallte in der Vereinigten Gesellschaft (VG). Doch es handelte sich weder um ein Weihnachtskonzert noch trug sonst ein Chor vor: Simone Röbern und Stefan Keim begeisterten das Publikum, welches eifrig in „Nur die Liebe quält“ mitsang.

Ein vergnüglich kurzweiliger Abend informierte über das Für und Wider von Liebes- und Vernunftsbeziehungen. Quer durch die Literatur der Weltgeschichte, ob bereits auf dem Olymp oder in Shakespeares Romeo und Julia, überall fanden sich Beispiele für erfolgreiche oder gescheiterte Beziehungen. Mit der klassischen Rollenverteilung heutiger Tage präsentierte sich die elitäre, studierte Frau Dr. Scarlett von Briest in mausgrauem Rock, welche auf Vernunftsbeziehungen baut. Ihr Kontrahent, der romantische Dr. Romeo Amor Mörchen hingegen setzte ganz auf „Love, love, love“. Seine rosa bebrillte Sichtweise auf die Liebe unterstrich er in Liedern, begleitet auf dem „preiswerten Ersatzklavier“. Beide Protagonisten buhlten um die Gunst des Publikums, unter dem sich auch eine „Gummersbacher Delegation“ befinden sollte, die über die Zukunft eines Lehrstuhls zu befinden hatte.

Rundherum gelungen die Rahmenhandlung, in der sich Zitate aus großen Theaterstücken genauso wiederfanden wie Lieder zu Melodien von Nicole oder DJ Ötzi sowie Mythologien, Märchen- und Romanerzählungen.

Christa und Fritz Beck waren gemeinsam mit Elke und Dieter Wolff zum ersten Mal in der VG. Die beiden Paare hatte die Karten vorab bereits zu Weihnachten von Tochter und Nichte Astrid geschenkt bekommen und amüsierten sich köstlich. Der einzige Wermutstropfen: manche Stellen waren so schnell gesprochen, dass sie die Inhalte kaum mitbekamen. Unterm Strich tat dies ihrer Begeisterung keinen Abbruch. „Mimik und Schauspiel sind sehr schön“, Fritz Beck war sehr angetan: Das Ambiente, die Darstellung, einfach alles passte. So sangen und klatschten die Vier auch kräftig mit, als „Romeo und Julia“ sich in ihrem komödiantischen Kabarett-Kongress zum Ende hin noch einmal steigerten. Steigerungen hatte es bis dahin immer wieder gegeben: Gesangestechnisch genauso wie inhaltlich. Weder Guido Westerwelle blieb außen vor noch Silvio Berlusconi. Die beiden Kontrahenten einigte sich am Ende auf zwei Halbtagsstellen, die sie sich teilen wollten und alle waren glücklich.

Ende Februar 2013 geht es in der VG weiter mit: „Humor ist Trumpf“.

 
 

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