Kompletter Neustart

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Tierschutzverein unter neuer Flagge

Velbert.. Eine Zeitenwende: Der Tierschutzverein Velbert-Heiligenhaus lud jetzt zu seiner Jahreshauptversammlung ein. Mit der Wahl eines neuen Vorstandes wurde dort endgültig ein Schlussstrich unter die Querelen der Vergangenheit gesetzt, die letztlich in der Schließung der Auffangstation für Hunde und Katzen mündeten.

Während sich von den alten Vorstandsmitgliedern niemand blicken ließ, einigte man sich auf eine komplett neue Mannschaft, um die Geschicke des Tierheims künftig in bessere Bahnen lenken zu können. Neue erste Vorsitzende des Vereins ist Claudia Michel. Zweite Vorsitzende wurde Dagmar Binder, dritter Vorsitzender Frank Schuhmacher. Als Kassenwart fungiert Natalie Kanonenberg. Zum Schriftführer wurde Heinz Röhrig ernannt. Die bisherige erste stellvertretende Vorsitzende Petra Mittelstenscheidt bleibt dem Verein als Beisitzerin erhalten. Das gleiche gilt für Angelika Kolle.

Dennoch werde man sich nicht an komplett neue Gesichter gewöhnen müssen, versicherte die neue Vereinsspitze: „Wir sind alle schon jahrelang ehrenamtlich dabei und kennen das Tierheim zum Teil schon seit zehn Jahren.“

Daran das sich die Zustände im zur Zeit noch geschlossenen Tierheim (die WAZ berichtete) ändern, arbeitet das neue Team jetzt seit der Versammlung mit Hochdruck. „Wir haben seit der Sitzung wirklich rund um die Uhr gearbeitet, Akten in Ordnung gebracht und neue Aktionen geplant.“

Wichtig ist den Verantwortlichen jetzt mehr Nähe zur Öffentlichkeit herzustellen, um wieder mehr Unterstützung zu finden. „Wir sind auf Spenden angewiesen und freuen uns zum Beispiel über Futter- und Katzenstreugaben.“

Auch die baldige Wiedereröffnung soll mit Nachdruck vorangetrieben werden. „Wir arbeiten weiter an der vom Veterinäramt geforderten Renovierung der Katzenquarantäne. Und auch für die geforderte Hundeisolierstation haben wir die alten Zwinger herausgerissen. Jetzt müssen die neuen Trennwände komplett hochgezogen werden.“

Zwar verfügt das Tierheim über ausreichende Mittel, um die Fixkosten zu decken, benötigt aber weiterhin dringend Spenden und tatkräftige Unterstützung, um den Umbau bewältigen zu können.“ Um auch hier die Menschen besser erreichen zu können, hat man schon einige Maßnahmen entwickelt. „Bei uns im Tierheim können gegen einen Spendenbetrag so genannte Bausteinformulare erworben werden, diese Gelder kommen dann ausschließlich dem Umbau zugute“, informiert Claudia Michel. Darüber hinaus ist angedacht, für besonders schwer vermittelbare Tiere eine Patenschaft zur Unterstützung anzubieten. Zukünftig wird sich der Verein auch häufiger auf Straßenfesten oder mit Infoständen in der Innenstadt präsentieren. Das die neue Vorsitzende mit ganzem Herzblut dabei ist, ist ihr deutlich anzumerken. „Wir tun wirklich alles, um das Tierheim zu retten“, versichert sie. Gelegenheit den dort lebenden Tieren zu helfen bietet neben der Homepage, wo vermittelbare Tiere dargestellt werden, auch das Heiligenhauser Stadtfest am vergangenen Wochenende,, wo der Tierschutzverein mit einem Stand vertreten war.

 
 

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