Klonen ist das zentrale Thema

Hat mit der „Maggan-Kopie“ ihr Erstlingswerk auf den Markt gebracht: Jacqueline Montemurri-Jarnicki.  Bild: Detlev Kreimeier
Hat mit der „Maggan-Kopie“ ihr Erstlingswerk auf den Markt gebracht: Jacqueline Montemurri-Jarnicki. Bild: Detlev Kreimeier
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Das Klonen ist das zentrale Thema ihres Romans. Aber dabei geht es auch um die Suche nach einer Spenderniere. Die Nevigeser Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki brachte jetzt ihr Erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“ heraus.

Neviges..  Das Klonen ist das zentrale Thema ihres Romans. Aber dabei geht es auch um die Suche nach einer Spenderniere. Die Nevigeser Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki brachte jetzt ihr Erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“ heraus. Das – zwar in einer etwas anderen Form – angesichts krimineller Machenschaften um Spenderorgane – aber ganz aktuell ist. Dabei hat die 43-Jährige vor gut zehn Jahren die ersten Seiten des Zukunfts-Thrillers zu Papier gebracht.

„Eigentlich habe ich schon immer gerne geschrieben“, sagt die Autorin. Auf der Schule lieferte sie Beiträge für die Schülerzeitung, später wagte sie sich an Kurzgeschichten heran. Darin drehte sich vieles um Technik. Kein Wunder: in Aachen absolvierte Montemurri ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik.

Als sie sich schließlich an das Science-Fiction-Werk heranwagte, war dies noch gar nicht als Roman konzipiert. Als die ersten 40 Seiten standen war klar, dass die Geschichte den Rahmen einer Novelle längst gesprengt hatte. Doch dann wurde ihr heute elfjähriger Sohn Niklas geboren. Der erforderte zunächst einmal die ganze Aufmerksamkeit der jungen Mutter. Also blieb das Erstlingswerk liegen. Als Niklas „aus dem Gröbsten raus war“, nahm sich die Autorin die Arbeit wieder vor. Auf fast 200 Seiten erzählt sie die Geschichte von Maggan, die dringend eine neue Niere benötigt. Auf der Suche nach dem eigenen Ich fragt sie sich, wer sie denn wirklich ist. Und wer ist diese Svenja? Die junge Frau gerät zwischen die Fronten zwischen moderner Medizin und altem Leben. . .

Die Geschichte lässt Jacqueline Montemurri in Schweden spielen, jenem Land, das sie so gerne bereist und wo sie gerade wieder mit den beiden Söhnen – zu Niklas gesellt sich auch noch der jetzt sechsjährige Tristan – und ihrem Ehemann Richard Jarnicki Urlaub gemacht hat.

Als die im Raum Chemnitz geborene Autorin das fertige Manuskript in den Händen hielt, begann die Suche nach einem Verleger. Gar nicht so einfach. „Bei den großen Verlagen hat man als Neuling kaum eine Chance“, erfuhr Montemurri. „Man braucht eine Schublade, in die man reingesteckt werden kann.“ Schließlich wurde sie beim Hattinger Edition Paashaas Verlag fündig. „Man muss genau den Nerv desjenigen treffen, der das Werk liest“, erfuhr Montemurri. „Das ist ungefähr so, wie bei einer Bewerbung.“ Verlegerin Manuela Klumpjan interessierte sich für die um das Jahr 2050 spielende Geschichte, ein Lektor besprach mit der Autorin letzte Textänderungen und dann ging das Erstlingswerk in den Druck. Nach einem Jahrzehnt Arbeit an dem Buch „hat mich die Zeit eingeholt“, fürchtet die Autorin. „Es gibt schon sehr viele Bücher, die sich mit Science-Fiktion Themen und moderner Technologie beschäftigen. Am 12. September wird sie ihr Werk bei einer Lesung ab 19 Uhr im Hattinger „Torkelkeller“, Am Kirchplatz 4, präsentieren. Inzwischen arbeitet Jacqueline Montemurri an einem neuen Buch. Soviel verrät sie: „Es wird keine Fortsetzung sein. . .“

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