Klinikum und Selbsthilfe in Velbert informieren über Inkontinenz

Ulrike Müller, Peter Schröder, Gisela Laab und Doris Jäger (v.l.) bitten zum Info-Abend ins Forum Niederberg.
Ulrike Müller, Peter Schröder, Gisela Laab und Doris Jäger (v.l.) bitten zum Info-Abend ins Forum Niederberg.
Foto: WAZ FotoPool
Aufklärungsveranstaltung zum Thema Inkontinenz: Klinikum Niederberg und die Selbsthilfegruppen laden im Forum Niederberg in Velbert zum diskreten Austausch ein.

Es gibt Tabus, unter denen Betroffene furchtbar leiden. Inkontinenz etwa, die Unfähigkeit, den Drang beim Lassen von Harn und Stuhl zu kontrollieren, zählen dazu. „Schätzungsweise 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Blasen- bzw. Darmschwäche“, sagt Ulrike Müller vom Klinikum Niederberg. Und die Zahl derer, die aus Scham kaum vor die Tür treten und sich mit ihrem Problem noch nicht einmal einem Arzt anvertrauen, ist groß.

Eis soll gebrochen werden

Da sind Selbsthilfegruppen eine wichtige Brücke und der Kontakt zu ihnen ein erster Schritt zur Bewältigung des Inkontinenzproblems. Das Klinikum Niederberg veranstaltet am kommenden Mittwoch, 24. Juni, im Rahmen der internationalen WCW World Continence Week eine Informationsveranstaltung zum Thema „Harninkontinenz, die verborgene Behinderung“ im Forum Niederberg. In der Zeit von 17 bis 20 Uhr werden die Sprecher der Selbsthilfegruppen Prostata (Peter Hartmann), Blase (Peter Schröder) und Kontinenz (Doris Schröder) zusammen mit den medizinischen Experten Dr. Andreas Gesenberg (Klinik für Urologie), Dr. Gerd Degoutrie (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie) und Physiotherapeut Peter Feldmann auf der Bühne Platz nehmen und nach einem Power-Point-Impulsreferat zum Thema ansprechbar sein für Fragen der Gäste (Eintritt frei).

Unter ihnen werden hoffentlich viele Menschen sein mit Inkontinenzproblemen. „Ein Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Teilnehmer mit den Selbsthilfegruppen Gesichter verbinden und sich sicher fühlen können, dass ihre Fragen den Raum nicht verlassen“, sagt Gisela Laab, Koordinatorin der Selbsthilfegruppen am Klinikum Niederberg.

Wer es etwas diskreter wünscht, kann nach der großen Fragerunde, die von Daniel Patano von Radio Neandertal moderiert wird, die noch anwesenden Ärzte direkt ansprechen. „So kann das Eis gebrochen werden, das oft einem Praxisbesuch im Wege steht“, hofft Ulrike Müller.

Vervollständigt wird die Abendveranstaltung durch Infostände eines Velberter Sanitätshauses, das über die verschiedenen Hilfsmittel bei Inkontinenz aufklärt.

Das Klinikum Niederberg ist ein zertifiziertes überregionales Zentrum für Harn- und Stuhlinkontinenz, in dem die Fachabteilungen Urologie, Gynäkologie, Gastroenterologie, allgemeine und Viszeralchirurgie und Altersmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Mark Goepel zusammenarbeiten.

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