Huf aus Velbert beteiligte sich an der „Nacht der Industrie“

Werksleiter Theo Oster zeigt den Besuchern die gegossenen Formen.
Werksleiter Theo Oster zeigt den Besuchern die gegossenen Formen.
Foto: WAZ FotoPool
Während der „Langen Nacht der Industrie“ schauten sich 100 Interessenten in der Gießerei und der Montage von Huf Hülsbeck und Fürst um und erhielten Einblick in moderne Schließsysteme. Auch einen Ausblick in die Zukunft gab es von Werksleiter Theo Oster.

Velbert..  Mittels des Smartphones und einer App sein Auto aufschließen, mit einem weiteren Tastendruck die Fenster herunterfahren oder das Auto einfach nach einem Parkplatz suchen lassen – was so klingt wie eine weiterentwickelte Form von „Knight Rider“, könnte schon bald Realität sein. Rund 100 Interessierte konnten sich das bei Huf Hülsbeck und Fürst im Rahmen der „Langen Nacht der Industrie“ – einer Veranstaltung von Industrie- und Handelskammer – aus der Nähe ansehen.

Werkstattleiter Theo Oster fasst den Türgriff eines Autos an – und die Verriegelung ist aufgehoben. Wie das funktionieren soll? Der Profi erklärt es. „Wer kennt es nicht: Der Schlüssel befindet sich irgendwo in der Tasche. Um zeitraubendes Suchen zu vermeiden genügt es, wenn der Besitzer den Türgriff anfasst. Das Schloss erkennt den zugehörigen Schlüssel und die Tür öffnet sich.“

Führung durch die heiligen Hallen

Doch bevor die Gäste das Endprodukt begutachten und ausprobieren können, führen der Werkstattleiter sowie vier weitere Kollegen die kleinen Gruppen durch die heiligen Hallen und zeigen, wie die Technik in die Schlüssel kommt. „Es ist spannend, mal hinter die Kulissen einer weltweit aktiven Firma blicken zu können“, staunt Sebastian Schmidt beim Anblick der ganzen Technik. „Ich hatte einen Autoschlüssel von Huf. Der Wagen ist allerdings in Portugal gebaut worden. Das heißt, dass die Technik von Velbert nach Portugal und wieder zurück gereist sein muss“, vermutet Schmidt. Auch der 14-jährige Jonas Bühe ist von der Elektrotechnik begeistert. „Ich habe mich schon immer sehr für Technik und technische Berufe interessiert. Hier werden Autoteile aller namhaften Automobilmarken hergestellt. Die Führung durch die Gießerei und die Montage kommt da wie gerufen. Außerdem kann ich am Ende sehen, wie in der Ausbildungsstätte gearbeitet wird“, erzählt der Velberter, der sich schon bald bewerben muss.

Bei der „Langen Nacht der Industrie“ haben insgesamt 68 Unternehmen ihre Türen geöffnet. 2800 Plätze waren zu vergeben.

Die 100 Personen, die es bei Huf geschafft haben, konnten sogar in den Abendstunden bei der Arbeit in der Gießerei live dabei sein. Denn: Es wird in drei Schichten gearbeitet. Die 50 Mitarbeiter produzieren so mit den für jede Firma eigens angefertigten Formen – die bis zu 500 000 Euro kosten können – rund eine Millionen Teile. Reste oder fehlerhafte Teile werden aber nicht weggeworfen, sondern eingeschmolzen und dann erneut verwendet.

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