Hühnerkot verursacht Fliegenplage in Langenberg

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Erneut soll Hühnerkot die Ursache für ein massenhaftes Auftreten von Fliegen in Langenberg sein – diesmal allerdings der eines Hattinger Landwirts. Das Velberter Ordnungsamt schritt dagegen ein.

Langenberg.. Erneut soll Hühnerkot die Ursache für ein massenhaftes Auftreten von Fliegen in Langenberg sein – diesmal allerdings der eines Hattinger Landwirts. Das Velberter Ordnungsamt schritt dagegen ein.

Erst vor wenigen Wochen hatte es die Anwohner der Nierenhofer Straße getroffen – diesmal beschwerten sich Bewohner des Deilbachtals: Ungewöhnlich große Schwärme von Fliegen wurden dort gesichtet. Und schnell keimte ein alter Verdacht neu auf: War etwa wieder einmal offen gelagerter Hühnerkot die Ursache für die Fliegenplage?

War er – wie sich bereits in den Vormittagsstunden her­ausstellte. „Wir wurden um kurz nach 10 Uhr von Anwohnern alarmiert“, teilte Stadtsprecher Hans-Joachim Blißenbach der WAZ am Mittag mit. Darauf hin seien sofort Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes nach Langenberg gefahren, um nach der Ursache für die Fliegenplage zu suchen. Fündig wurden sie schließlich am Bemberg – genau im Grenzgebiet zwischen Velbert-Langenberg und Hattingen Elfringhausen. Der auf Hattinger Stadtgebiet liegende Bemberger Hof unterhält seit knapp zwei Jahren einen Bioeier-Legebetrieb. 36 000 Biohennen sind dort aufgestallt, vermarktet werden die Eier in Kooperation über den Velberter „Hühnerbaron“ Richard Hennenberg.

„Es ist schade, dass die Anwohner nicht früher angerufen haben"

Zwar hatte der sich in den vergangen Jahren wiederholt mit Vorwürfen konfrontiert gesehen, der auf seinen Bio-Feldern ausgebrachte Hühnerkot sei für die Fliegenpage verantwortlich. Diesmal jedoch war es offenbar kein Hühnerkot vom Hennenberg-Hof. Blißenbach: „Der Hühnermist stammte wohl vom Bemberger Hof – er war allerdings auf Velberter Stadtgebiet abgelagert worden.“

Und so schritt denn auch das Velberter Ordnungsamt gegen die Ordnungswidrigkeit ein: Unter Androhung ordnungsbehördlicher Zwangsmaßnahmen wurde Landwirt Dirk Börter-Gerwin aufgefordert, den Mist umgehend abzufahren oder unterzupflügen. Eine Aufforderung, der der Landwirt aus Hattingen auch sofort nachkam. „Es wurde alles auf zwei Lkw aufgeladen, bis auf einige Schüppen voll ist alles weg“, teilte Hans-Joachim Blißenbach der WAZ am Nachmittag mit.

Obwohl so schnell für Abhilfe gesorgt werden konnte, war der Stadtsprecher dennoch nicht restlos zufrieden. „Es ist schade, dass die Anwohner nicht früher angerufen haben, sondern erst, als die Fliegen schon da waren“, so Blißenbach. Das deute aber in aller Regel daraufhin, dass der Hühnermist schon eine Woche oder zehn Tage zuvor ausgebracht worden sei. „Wenn die Leute sofort beim Kommunalen Ordnungsdienst anriefen, wenn sie eine solche Geruchsbelästigung feststellen, dann könnte sofort reagiert und das Schlüpfen der Fliegen wohl auch verhindert werden“, ist der Stadtsprecher überzeugt.

 
 

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