Hinter die Kulissen bei Huf blicken

Foto: WAZ FotoPool
  • Bei der Langen Nacht der Industrie kann man im Velberter Unternehmen Huf mal hinter die Türen gucken
  • Ziel dieser Veranstaltung ist, dass auch den Bürgern vor Ort ihre weltweit agierenden Firmen bekannt werden
  • Unternehmensführungen bietet Huf außer in der Langen Nacht nicht an. Anmeldungen sind erforderlich

Wer sich schon immer mal fragte, was genau eigentlich hinter den Werkstoren zum Beispiel des Automobilzulieferers Huf Hülsbeck & Fürst an der Steeger Straße passiert, hat am Abend des 26. Oktober die Gelegenheit dazu. Denn dann findet von 17 bis 22.30 Uhr zum sechsten Mal die „Lange Nacht der Industrie“ statt.

Veranstaltet wird sie vom Verein „Zukunft durch Industrie“, der aus etwa 160 Unternehmensvertretern, Unternehmer- und Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern sowie Privatpersonen besteht und sich zum Ziel gesetzt hat, für ein besseres Industrieverständnis in der Gesellschaft zu sorgen. Die Anmeldung für Einzelpersonen, Schulklassen oder Hochschulgruppen ist ab sofort möglich.

Häufig sei in der Bevölkerung nicht bekannt, was und wie Industrieunternehmen aus der Region produzieren, teilt der Verein mit. Viele Firmen an Rhein und Ruhr seien auf den Weltmärkten aktiv, während das vor Ort viele Menschen gar nicht wüssten. „Wir wollen den Menschen Einblicke geben, die sonst nicht möglich sind“, sagt Rolf Königs, Vorstandsvorsitzender von „Zukunft durch Industrie“. 76 Unternehmen sind dabei, der Verein rechnet mit rund 3500 Gästen.

Großes Interesse am Unternehmen

Huf Hülsbeck & Fürst ist das einzige vertretene Unternehmen aus Velbert und sei schon zum vierten Mal bei der „Langen Nacht der Industrie“ dabei, sagt Sprecherin Ute Hoppe. „Das ist eine gute Initiative, Unternehmen zu öffnen und zu zeigen, was sie machen“, findet Hoppe. Bei Huf Hülsbeck & Fürst habe sich die Veranstaltung mittlerweile etabliert. Der Automobilzulieferer bekomme häufig Einzelanfragen von Menschen, die sich das Unternehmen mal ansehen wollen. „Die verweisen wir dann auf die Lange Nacht der Industrie, sonst wäre der Aufwand für Besichtigungen zu groß“, so Hoppe.

Im Unternehmen denke man dabei auch an den eigenen Nachwuchs: „Häufig kommen Studenten oder Jugendliche mit ihren Eltern, die sich für uns interessieren.“

Die „Lange Nacht der Industrie sei zudem „mehr als eine Betriebsbesichtigung“, sagt Hoppe. Besucher können mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen und mit ihnen über Produkte und die Chancen und Risiken der Industrieproduktion diskutieren, teilt der Verein „Zukunft durch Industrie“ mit.

Interessierte können sich für eine kostenlose Tour mit zwei Unternehmen online bewerben. Wer bei Huf Hülsbeck & Fürst hineinschnuppern möchte, könne die am Campus Freudenberg in Wuppertal startende Tour nehmen, die auch einen Besuch bei Bayer in Wuppertal beinhalte, sagt Meike Schiek vom Verein. Doch auch viele andere Startpunkte und Unternehmen seien möglich.

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