Grundschule Birth bekennt sich gegen Rassismus

Die Kinder der Grundschule Birth sammelten sich in der Aula, um die Urkundenübergabe zur „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu feiern.
Die Kinder der Grundschule Birth sammelten sich in der Aula, um die Urkundenübergabe zur „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu feiern.
Foto: Michael Ratz
Grundschule Birth nennt sich „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Bürgermeister Dirk Lukrafka fungiert als Pate einer Partnerschaft.

In einer Zeit, in der kulturelle und religiöse Unterschiede in der Gesellschaft deutlicher werden, hat sich das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zur Aufgabe gemacht, Diskriminierung und Rassismus zu unterdrücken und den Zusammenhalt untereinander zu stärken. Kindern und Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten.

Arlin Cakal-Rasch vom Kreisintegrationszentrum Mettmann überreichte jetzt in Birth eine Urkunde an die Schule, die erste dieser Art in Velbert. Der Titel stellt dabei keinen Preis oder eine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit dar, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. „Grundlage für diesen Titel ist natürlich die Bereitschaft für ein aktives Vorgehen gegen Rassismus an Schulen, verpflichtet sie aber auch, sich weiter mit dem Thema auseinander zu setzen“, sagt Cakal-Rasch und spricht dabei von weiteren Projekten, die den Kindern Mut geben sollen, Diskriminierung keine Chance zu geben.

Das Programm an diesem Tag stand ganz unter dem Motto der Toleranz und Akzeptanz. Dabei wurde zunächst der Opfer des Flugzeugabsturzes der Germanwingsmaschine mit einer Schweigeminute gedacht. Danach wurden Tänze und Musikeinlagen, die in insgesamt 24 Projektgruppen vorbereitet worden waren, präsentiert. Die gemischten Gruppen, bestehend aus Schülern der Klassen eins bis vier, entwickelten Ideen zum Thema „Kein Rassismus – keine Gewalt an unserer Schule“. Schulleiterin Sabine Klose zeigte sich stolz über das, was die Schüler an diesem Tag geleistet haben: „Ohne die Vielfalt an unserer Schule, wären all die zahlreichen, bunten, beeindruckenden und fantastischen Projekte unseres Aktionstags gar nicht zustande gekommen.“

Bürgermeister als Pate

Unter den Gästen war auch Bürgermeister Dirk Lukrafka, der in einem Brief der Schüler darum gebeten wurde, als offizieller Pate dieser Partnerschaft einzutreten und der Schule bei ihren Bemühungen zur Seite zu stehen.

In einer kurzen Anprache zeigte sich der CDU-Politiker begeistert von dem Engagement der Kinder: „Das Thema der Gleichberichtigung ist gerade in einer Stadt wie Velbert mit über 100 Nationalitäten sehr wichtig, und da ist der Schritt, den die Grundschule Birth geht, vorbildlich.“ Auch der Geschäftsführer des Velberter Boxclubs, Hans-Werner Mundt, der sich um die Verbindung zwischen Schulen und Sportvereinen in der Stadt einsetzt, war vor Ort: „Jeder sollte jeden achten. Das ist auch das Ziel, das in den Sportvereinen angestrebt wird.“ Dies ist nicht das erste Mal, dass Mundt mit der Grundschule zusammenarbeitet. Bereits im letzten Jahr konnten die Kinder in einer Projektwoche den Boxclub in der Sporthalle Birth besuchen und sich dort austoben. „Ich stehe immer wieder gerne für solche Aktionen zur Verfügung“, sagt der Geschäftsführer und übergab der Schulleitung zwei Fußbälle für die Schüler.

Eine Tafel am Schuleingang kennzeichnet jetzt die Grundschule Birth als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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