Grünes Licht für Radweg von Nierenhof zum Baldeneysee

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“Ein Kompromiss für die Sanierung der Deilbachbrücke ist gefunden“: Das meldete jetzt der Ruhrverband. Damit scheint der Radweg zwischen Baldeneysee und Nierenhof die letzte Hürde genommen zu haben. Sogar einen Zeitplan für die Realisierung gibt es: 2016 soll er fertig sein.

Nierenhof.  Seit Jahrzehnten wird von ihm geredet – jetzt aber scheint er tatsächlich die letzten Planungshürden genommen zu haben: „Grünes Licht für Radweg von Nierenhof nach Kupferdreh“, meldete gestern der Ruhrverband. Man habe einen „Kompromiss zur Sanierung der Deilbachbrücke gefunden“, heißt es in einer Presseerklärung des in Essen ansässigen Trägers der Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet.

Die kleine Brücke, die auf dem Betriebsgelände der ehemaligen Ziegelei Timpe über den Deilbach führt: An ihr hatte zuletzt die Realisierung des bereits in den 70-er Jahren angedachten Radwegprojekts noch gescheitert. Strittig war, wer die Brücke, die bislang vom Ruhrverband als reiner Betriebsweg genutzt wird, sanieren, für einen Radweg umbauen und später dann auch unterhalten soll.

Kompromiss wurde gefunden

In einer ausführlichen Pressemitteilung erläuterte der Ruhrverband nicht nur, auf welchen Kompromiss man sich mit den beteiligten Städten Velbert und Essen geeinigt habe. Auch ein Zeitplan zum Bau des Radwegs ist in der Erklärung bereits vorgegeben.

Instandhaltungskosten noch offen

So habe sich der Ruhrverband bereiterklärt, eine für die langfristige Nutzung der Brücke ohnehin erforderliche Instandsetzung zeitlich vorzuziehen. „Der Ruhrverband richtet die Brücke so her, dass sie dauerhaft für die Nutzung als Betriebs- und Radweg geeignet ist“, heißt es in dem Schreiben. Im Gegenzug übernehme der Betrieb „Grün und Gruga“ der Stadt Essen die Kosten für einen geeigneten Fahrbahnbelag und die erforderlichen Geländer. Noch zu regeln sei die Instandhaltung der Brücke. Dazu müsse in den kommenden Wochen noch ein Aufteilungsmodus für die künftig anfallenden Unterhaltungskosten gefunden werden, so der Ruhrverband.

Zeitplan ist schon aufgestellt

Zeit dafür dürfte allerdings auch noch reichlich vorhanden sein, wenn man den vom Wasserwirtschaftsträger ins Auge gefassten Zeitplan betrachtet. „Im nächsten Schritt wird die Stadt Velbert den Genehmigungsantrag für ihren Teil des Radweges auf den Weg bringen, mit der Genehmigung wird im Herbst 2014 gerechnet“, heißt es.

Baubeginn für Frühjahr 2015 angepeilt

Im Frühjahr 2015 könne dann nach Ausschreibungen und Auftragsvergaben der Bau beginnen. Sobald der Radweg auf Essener und Velberter Gebiet fertig gestellt sein wird, errichte der Ruhrverband den von der Stadt Essen finanzierten neuen Brückenoberbau. „Der Radweg könnte damit Anfang 2016 offiziell eröffnet werden“, schließt die Erklärung.

Genehmigungen stehen noch aus

Bei der Stadt Velbert ist man zuversichtlich, das Genehmigungsverfahren zügig abschließen zu können. „Wir benötigen die wasserrechtlichen und die Landschaftsplanerischen Genehmigungen des Kreises Mettmann“, erläutert Arnd Sulimma vom städtischen Geschäftsbereich Verkehr.

Stadt Velbert steht in den Startlöchern

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Velbert wiederholt darauf hingewiesen, dass der Radwegbau nicht an ihr hake: Alle erforderlichen Grundstücke seien erworben, und auch die erforderlichen Mittel in den Haushalt eingestellt, hieß es.

 
 

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