Geschichten einer Nevigeserin für zwei Preise nominiert

Jacqueline Montemurri -Jarnicki schreibt mit Begeisterung Fantasy-Romane.
Jacqueline Montemurri -Jarnicki schreibt mit Begeisterung Fantasy-Romane.
Foto: WAZ FotoPool
„Fremde Welt“ heißt das zweite Buch der Nevigeser Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki, das gleich für zwei Preise nominiert ist. Die Ingenieurin für Luft- und Raumfahrttechnik schreibt mit Leib und Seele Fantasy-Geschichten. Bereits ihr Erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“ war ein Erfolg.

Ihre Hauptfiguren sind fast immer weiblich und vom anderen Stern, ihre Geschichten packend, romantisch und meist mit einem überraschenden Ende. Jacqueline Montemurri-Jarnicki schreibt ganz besondere Science-Fiction-Thriller – was vielleicht auch daran liegt, dass die Autorin bei aller Liebe zur Fantasy ziemlich genau weiß, was zwischen Himmel und Erde abgeht. Schließlich ist die 44-Jährige „von Haus aus“ Ingenieurin für Luft- und Raumfahrttechnik, das Thema ihrer Diplomarbeit lautete „Zukünftige Raumtransport-Systeme“. Fand schon ihr Erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“ Beachtung, ist ihr neues Buch „Fremde Welten“ jetzt gleich für zwei Preise nominiert: Für den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Beste Anthologie“, die dort veröffentlichte Geschichte „Reise in den Kosmos“ zudem in der Kategorie „Beste Kurzgeschichte“.

Nun ist die gebürtige Sächsin, die 1982 aus Chemnitz kam und seit 2002 mit Mann und zwei Söhnen in Neviges lebt, ganz gespannt, wie ihre sieben Storys aus „Fremde Welten“ von den Lesern bewertet werden. Denn die allein haben in diesem Fall das Sagen und nicht, wie bei ihrem erstem Roman „Die Maggan-Kopie“ eine Fachjury.

„Es gibt Science-Fiction-Anhänger, denen sind meine Geschichten nicht hart genug. Bei mir gibt’s zwar auch Action, es wird auch mal geschossen, aber jede Geschichte hat eben auch ein bisschen Romantik“, erzählt die Autorin, die in „Fremde Welten“ auch ihrem zweiten großen Hobby frönte: Passend zu den sieben Geschichten gibt es sieben Bilder, die Jacqueline Montemurri-Jarnicki alle selbst gezeichnet und gemalt hat.

Nachrichten liefern die Idee

Wie kommen einem die Ideen zu sieben Fantasy-Kurzgeschichten? Springen einen die Aliens da praktisch im Schlaf an? Die Autorin lächelt. Und sagt dann etwas, was man wohl nur sagen kann, wenn man vom Fach ist: „Wenn ich eine interessante Nachricht höre, dann baue ich da manchmal eine Geschichte drum herum.“ Interessant fand sie zum Beispiel die Nachricht, dass sich die Nasa mit dem Gedanken trägt, auf Asteroiden Erze abzubauen, „also da Bergbau zu betreiben“. Und schon stand der Grundgedanke für die Geschichte „Trojaner Projekt“.

Und wie geht’s jetzt weiter? Verraten sei nur so viel: „In dem Buch, an dem ich gerade arbeite, geht es um neue Technologien, mit denen man Menschen manipulieren könnte.“ Also sehr spannend, phantastisch und bestimmt gibt es auch ein bisschen was fürs Herz.

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