Familienanschluss für Demenzerkrankte

André Clasen, Waldemar Class und Roswitha Klähn (v.L.) in den hellen, freundlichen  Räumen der Demenz-WG.
André Clasen, Waldemar Class und Roswitha Klähn (v.L.) in den hellen, freundlichen Räumen der Demenz-WG.
Foto: WAZ FotoPool
Kooperation aus Wobau, Pflegedienst und dem Verein IG Leben und „Wohnen mit Demenz“ eröffnet am 2. März eine Wohngemeinschaft am Kostenberg. Noch sind Plätze frei

Velbert..  39 Seniorenwohnungen hat die Wobau auf dem von der evangelischen Kirche auf 99 Jahre gepachteten Gelände am Hardenberger Hof gebaut. In einer weiteren Einheit entsteht zur Zeit ebenerdig auf 320 Quadratmetern eine WG für an Demenz erkrankte Menschen. Um die Pflege der acht Menschen, die hier ab dem 2. März ein Zuhause finden, wird sich der Pflegedienst Integritas zusammen mit zwölf Ehrenamtlichen des Vereins „IG Leben & Wohnen mit Demenz e.V.“ kümmern. „Jeder der zukünftigen Bewohner bekommt hier ein eigenes Zimmer mit Bad, es gibt einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche, einen offenen Wohnbereich und einen gemeinsamen Essplatz“, erläutert Waldemar Class von Integritas.

Zum Spaziergang lädt ein Garten

Letztbeschriebener befindet sich unter einer lichtdurchfluteten Fensterluke und sorgt wie die hellen, im warmen Gelb gehaltenen Wände, die vielen Fenster und der an Laminatholz erinnernde Boden für eine freundliche Atmosphäre. Besonders stolz ist André Clasen von der Wobau auf das Grün um die Wohnung herum: „Auf dem Rund hat unser Garten- und Landschaftsarchitekt einen Sinnesgarten geplant.“ Damit die WGler sich hier wohl fühlen können, wird es eine 24-Stunden-Betreuung in drei Schichten durch den Pflegedienst und zusätzlich Besuche der Ehrenamtlichen der IG Leben geben. Gemeinsam soll dann mal gebacken, gesungen oder dem Lauf der Jahreszeiten entsprechend gebastelt werden. „Wir werden uns vorher genau angucken, wer hier einziehen möchte“, erläutert Roswitha Klähn, 1. Vorsitzende des Vereins. „Das Ziel ist, und so haben wir es auch in den anderen von uns seit Jahren betreuten WGs in Mettmann erlebt, dass die Gemeinschaft hier wie eine Familie zusammenwächst.“

Waldemar Class plant überdies die Wohnung um einen Beratungsraum zu ergänzen: „Hier wird es einmal in der Woche eine offene Sprechstunde geben, in der wir über die Pflege, über das Thema Demenz oder generell über den Menschen im Alter beraten werden.“

Bei diesem Thema blieben oft Fragen offen, weiß auch André Clasen: „So wissen ältere Mitbürger oft beispielsweise gar nicht, dass viele Umbaumaßnahmen, die Menschen im Alter benötigen, von den Krankenkassen bezuschusst werden.“

Waldemar Class weist darauf hin, dass sowohl die ehrenamtlichen, als auch das Pflegepersonal der WG regelmäßig zum Thema Demenz geschult werden. Noch sind Plätze in der Wohngemeinschaft frei. Weitere Infos sind bei ihm unter der
02104/97 698 -0 zu erfahren.

 
 

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