Eine Belebung der Innenstadt

Eine deutliche Belebung der Nevigeser Innenstadt wünschen sich Geschäftsleute und Kunden im kommenden Jahr.
Eine deutliche Belebung der Nevigeser Innenstadt wünschen sich Geschäftsleute und Kunden im kommenden Jahr.
Foto: Hans Blossey
Mit welchen Wünschen und Erwartungen gehen die Nevigeser in das neue Jahr? Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch wenn es um die Weiterentwicklung des Wallfahrtsortes geht. Die WAZ hörte sich auf dem letzten Wochenmarkt des Jahres in der Elberfelder Straße und bei Geschäftsleuten um.

Mit welchen Wünschen und Erwartungen gehen die Nevigeser in das neue Jahr? Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch wenn es um die Weiterentwicklung des Wallfahrtsortes geht. Die WAZ hörte sich auf dem letzten Wochenmarkt des Jahres in der Elberfelder Straße und bei Geschäftsleuten um.

„Die Fußgängerzone sollte wieder richtig belebt werden“, wünscht sich Martina Bellers. Auf „das Nette“ solle man sich besinnen. „Wir als Geschäftsleute müssen da auch etwas tun“, fordert die Apothekerin. Aber: „Auch die Kunden müssen kommen.“ Sie bedauert den immer höheren Anteil der Einkäufe über das Internet. Die weitere Sanierung und die folgende Aktivierung des Schloss-Ensembles ist der Nevigeserin ebenfalls ein Anliegen. Bei der Bebauung der oberen Hügelstraße ist Martina Bellers skeptisch.

Große Pläne schmiedet Muttalip Avci. Der Betreiber des Cafés „Monsieur M.“ ist seit vier Monaten in Neviges und hegt für das kommende Jahr positive Erwartungen. Er möchte den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft des Ortsteiles fördern. Beispielsweise durch Autorenlesungen, die ab Januar bei ihm stattfinden. Er denkt weiter an die Organisation von Schachturnieren und wünscht sich 2013 einen einwöchigen Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone. Neviges ist für ihn „eine niedliche, kleine Stadt“, in der sich das alles realisieren lasse. Persönlich wünscht er sich selbstverständlich Gesundheit und vor allem Frieden.

Dass die Stadthalle nun abgerissen wird, bedauert Gisela Kinnen. Auch dass die katholische Grundschule aus dem Zentrum in den Siepen verlagert wurde, findet die Rentnerin nicht gerade förderlich für die Entwicklung des Ortskerns. Eine Bebauung der oberen Hügelstraße kann sich Gisela Kinnen nicht vorstellen. „Ich habe da in der Nähe gewohnt und immer den Ausblick auf die Landschaft genossen.“ Pläne für den Bau einer forensischen Klinik möchte sie auf der gegenüberliegenden Wuppertaler „Kleinen Höhe“ nicht verwirklicht sehen. Sicherlich müsse es solche Einrichtungen geben. „Aber mir es wäre lieber woanders.“

Seitdem Aldi und Edeka in den Siepen gezogen seien, spüre man die Abwanderung der Kunden, stellt Ingeburg von Scheven fest. Die Inhaberin eines Mode-Geschäftes meint, dass in der Wilhelmstraße passende Flächen vorhanden gewesen wären. Auch sie bemerkt, dass zudem das Internet dem Einzelhandel zu schaffen mache. Gegen eine forensische Klinik an der Stadtgrenze ist sie, „weil nicht alle Grüngürtel verbaut werden sollen“.

„Mehr Präsenz“ sollte die Stadt in Neviges zeigen, reklamiert Sigrid Schütte. „Wir sind hier die Letzten, bei denen beispielsweise bei der Begrünung etwas gepflanzt wird.“

 
 

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