Drei Frauen aus Velbert mit Rezept in neuem Kochbuch vertreten

Gudula Schubert aus Langenberg hat mit ihrem Rezept für ein Tortiglioni-Brokkoli-Gratin gewonnen.
Gudula Schubert aus Langenberg hat mit ihrem Rezept für ein Tortiglioni-Brokkoli-Gratin gewonnen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Velberterinnen Sabine Musacchio, Marina Muß und Gudula Schubert haben an einem Gewinnspiel der Firma Zottarella teilgenommen. Sie schickten Rezepte ein, die nun in einem neuen Kochbuch auch abgedruckt werden. Die WAZ Velbert hat zwei der Rezepte getestet.

Velbert..  Schon der Aufgang zum Haus von Sabine Musacchio wirkt mediterran – weiße Säulen stützen das Geländer links und rechts der Treppe. „Alles selbst gemacht“, sagt die Mutter von vier Kindern, die mit einem – der Name verrät es schon – Italiener verheiratet ist. Kein Wunder also, dass auch ihr Gewinner-Rezept ein Mediterranes ist: Lasagne – natürlich mit Mozzarella. „Bei dem Gewinnspiel habe ich spontan mitgemacht und auch gleich mehrere Rezepte eingeschickt“, erzählt sie lachend. Welches denn nun gewonnen habe, das habe sie gar nicht gewusst.

Sabine Musacchio: Lasagne mit Mozzarella und Hähnchenfleisch

Das Besondere an ihrer Lasagne: alles ist handgemacht – auch die Nudelplatten und der Mozzarella. „Muss man aber nicht machen“, sagt Sabine Musacchio, „nur sollte man dann die guten Nudeln nehmen, die mit Ei. Die saugen mehr Sauce auf, es sieht schöner aus und schmeckt fast wie selbst gemacht.“ Auch die Fleisch-Schichten sind anders: Sabine Musacchio mischt Hack- und Hähnchenfleisch. Eine eigene Note. Dazu Kräuter aus dem eigenen Garten – „nicht zu viel, frische Kräuter schmecken viel intensiver“ – fertig ist das Gewinner-Gericht. „Und familienerprobt“, sagt sie lachend.

Und es schmeckt, auf den ersten Bissen. Die Nudeln sind genau richtig zwischen bissfest und weich, der typische Mozzarella-Geschmack kommt durch, auch die Fleischkombination schmeckt hervorragend. „Das Rezept ist auch für jeden einfach nachzukochen, selbst für Menschen mit wenig Erfahrung“, sagt Sabine Musacchio. Ein kleiner Nebeneffekt für diejenigen, die ihr nacheifern wollen und alle Zutaten in Handarbeit herstellen: „Dann kann die Lasagne auch so gemacht werden, dass sie für Allergiker geeignet ist.“

Wenn Sabine Musacchio nicht gerade Gewinner-Rezepte ausprobiert, dann ist sie online, stellt unter anderem ihre Rezepte vor: In ihrem eigenen Blog schreibt sie hauptsächlich über Beauty- und Kosmetikprodukte, postet aber eben auch Rezepte. „Das kommt ganz gut an und so bekomme ich auch immer Rückmeldungen zu meinen Kreationen.“

Gudula Schubert: Tortiglioni-Brokkoli-Gratin

Lebensmittel sind ihr Geschäft. Wenn Gudula Schubert auf Mangold, Erdbeer-Essig und Co. angesprochen wird, strahlt die Langenbergerin und es sprudelt an Kochideen aus ihr heraus. Kein Wunder also, dass sie, als sie vom Zott-Gewinnspiel hörte, rasch zum Stift griff und eine ihrer vielen Ideen einschickte – und das mit Erfolg. Die dreifache Mutter gehört zu den 200 Auserwählten, die es in das Zottarella-Kochbuch geschafft haben.

Kochbuch-Bibliothek

Dabei ist ihr Gericht auf den ersten Blick nicht sonderlich ausgefallen. Hier ein paar Brokkoli-Röschen, dort einige Tomaten, dazwischen kleine Hackbällchen samt Nudeln und obendrauf, na klar, Mozzarella. Doch schon beim ersten Bissen wird klar, irgendetwas ist anders. Während bei anderen Gerichten dieser Art der Griff schnell zu Salz und Pfeffer geht, schmeckt es bei Gudula Schubert überraschend würzig. Ihr Geheimnis: „Anstelle von normalem Hack nehme ich immer grobe Bratwurst. Die wurde vom Metzger schon gewürzt und hat dadurch viel mehr Geschmack, den sie ans übrige Essen abgeben kann.“ Doch Vorsicht, Bratwurst ist nicht gleich Bratwurst. „Ich merke sofort, wenn der Metzger gewechselt wurde. Da schmeckt die Wurst direkt ganz anders“, erklärt Gudula Schubert. Habe man allerdings die richtige gefunden, könne bei ihrem Gericht nicht mehr viel schief laufen.

Auch sie selbst holt sich immer wieder neue Anregungen aus diversen Büchern und Zeitschriften. So erinnern einige Regale in ihrer Küche eher an eine Bibliothek als an eine Kochstelle. Etliche Bücher hat die Langenbergerin angesammelt und dazu ordnerweise Ausschnitte aus diversen Zeitschriften angehäuft. „Ich mag es, immer wieder etwas Neues auszuprobieren und mich zu informieren“, sagt Gudula Schubert. Schließlich benötige sie dies auch für ihren Beruf. Als Obst- und Gemüse-Fachfrau eines Kupferdreher Supermarktes, werde sie täglich mit Fragen konfrontiert, wie man dieses oder jenes zubereiten könne. Um eine Antwort ist Gudula Schubert nicht verlegen, denn Lebensmittel sind eben ihr Geschäft.

 
 

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