Die Villa Herminghaus bleibt

Nachdem sich bereits mehrere tausend Bürger für die alte Fabrikantenvilla stark gemacht haben und diese auch wachsenden politischen Rückhalt gefunden hat, hat jetzt das Rheinische Amt für Denkmalpflege den Antrag der Stadt Velbert auf Beseitigung des Baudenkmals Kolpingstraße 34 – also der Villa Herminghaus – abgelehnt. Nach Auskunft der Verwaltung ist dieser Bescheid am Donnerstag im Rathaus eingetroffen.

Den Antrag habe die Stadt Velbert nach Beschluss der zuständigen Gremien „aus Gründen der Rechtssicherheit für das europaweite Ausschreibungsverfahren bzw. das laufende Bebauungsplanverfahren zum Projekt Marktzentrum gestellt“, heißt es in der Mitteilung, „um zu klären, ob das Gebäude überhaupt in diese Planungen einbezogen werden kann oder nicht“.

„Diese Frage ist jetzt entschieden – die Villa bleibt!“ erklärte Stefan Freitag. Der Bürgermeister bedauert es, „dass die Frage des Erhaltes der Villa noch vor der Entscheidung des Amtes für Denkmalpflege zum Gegenstand heftiger politischer und öffentlicher Kontroversen und sogar Gegenstand eines Bürgerbegehrens“ geworden ist.

„Die ganze Diskussion wäre ja letztlich nur dann sinnvoll gewesen, wenn man unserem vorsorglichen Antrag stattgegeben hätte. Denn nur dann wäre der Rat tatsächlich in der Lage gewesen, eine Entscheidung pro oder contra Abriss zu fällen. Das ist auch von der Verwaltung immer wieder deutlich gemacht worden“, so Freitag weiter. Er hoffe, dass nun eine „sachliche Diskussion um den eigentlichen Kernpunkt der Planungen, nämlich eine Aufwertung der City durch ein innerstädtisches Einkaufszentrum und andere Bausteine beginnen kann“. Und zwar losgelöst von der Frage des Bestandes der Villa Herminghaus, auf die sich die Diskussion in den letzten Wochen verengt habe.

An diesem Freitag, 19. Februar, will der Bürgermeister ab 19.30 Uhr im Forum Niederberg hierzu allen interessierten Velbertern eine öffentliche Informations- und Diskussionsplattform bieten. Unter fachkundiger Moderation sollen dort morgen Experten der IHK Düsseldorf, des Einzelhandelsverbandes, des beauftragten Gutachterbüros und der Stadtverwaltung referieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren.

 
 

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