Julia Knipping aus Neviges zaubert rote Rüben auf den Teller

Matthias Spruck
Auch ein Augenschmaus: Julia Knippings Rote-Bete-Suppe. Zusammen mit WAZ-Redaktionsleiter Matthias Spruck kochte sie das Rezept nach.
Auch ein Augenschmaus: Julia Knippings Rote-Bete-Suppe. Zusammen mit WAZ-Redaktionsleiter Matthias Spruck kochte sie das Rezept nach.
Foto: FUNKE Foto Services
Julia Nadine Knipping überrascht ihre Gäste gerne mit ihrem gesunden Klassiker Rote-Bete-Suppe. Die Zutaten kommen fast komplett aus ihrem Garten.

Neviges. Bei Julia Nadine Knipping hat die WAZ-Aktion „Das isst der Pott. Alltagsküche in Niederberg“ sofort gezündet. Denn Kochen bedeutet für die Nevigeserin Leidenschaft und den Ehrgeiz, auch mal ausgefallene Gerichte auf den Tisch zu bringen. So wie ihre Rote-Bete-Suppe, deren Rezept sie an die Lokalredaktion geschickt hat.

Erntezeit ist im August/September

Rote Bete? Der Durchschnittsesser kennt das tiefrote Gemüse allenfalls eingelegt aus dem Glas oder als irgendeine Zutat beim Heringssalat, damit die Farbe stimmt. Als Suppe – zumindest recht ungewöhnlich. Bei Knippings zu Hause im Holz zeigt die 39-Jährige stolz den großen Garten, der sich hangaufwärts hinter dem Hause bis fast zur Bogenstraße erstreckt. Die Anlage ist sehr gepflegt, im Gehege scharren einige Hühner, in den Randbereichen wachsen Salat, Kräuter und Gemüse, mitten auf dem Rasen stehen prächtig blühende Apfelbäume. Tische, Stühle, eine stilvolle Hütte, die Knippings laden sich gerne Gäste ein. Julia Knipping kocht gerne mit frischen Zutaten, die Rote Bete jedoch gibt es zurzeit noch nicht erntefrisch. „Im August oder September kann ich sie ernten, fürs WAZ-Kochen habe ich sie jetzt eingekauft“, sagt sie. Rund ein- bis zweimal pro Monat kommt die Suppe bei Knippings auf den Tisch.

Mit ihrem Mann und zwei Irish Settern bewohnt sie ein geräumiges Haus, die Küche ist mit allem technischen Gerät ausgerüstet für Leute, die sich nicht aus Konserven ernähren oder eine Fertigpizza in den Ofen werfen. „Das Auge isst ja auch mit“, kündigte sie an: „Besonders bei Kindern stößt dieser rosarote Farbton der Suppe auf großes Interesse!“

Während sie die grau-roten Knollen schält, läuft ununterbrochen Wasser über ihre Hände. Da Julia Knipping nicht gerne mit Handschuhen arbeitet, verhindert sie auf diese Weise ein zu intensives Einfärben.

Zusammen mit Zwiebeln, Orangensaft, Sahne und Gemüsebrühe köchelt die geschälte und in Stiften geschnittene Rote Bete gut 20 Minuten auf dem Gasherd, bevor später mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gewürzt wird. Mit brausendem Pürierstab wird nach dem Kochen alles zu einem sämigen Gericht, die Farbe neigt stark ins Rosarot. Ein Tupfer Crème fraiche und natürlich frischer Schnittlauch aus dem Garten – fertig ist die Delikatesse. Julia Nadine Knipping: „Mit vier Euro Materialkosten ist das doch wohl ein Renner!“

Das Rezept 

Die Knollen unter fließendem Wasser schälen und in kleine Stücke schneiden. Klein geschnittene Zwiebeln in Butter im großen Topf glasig braten, dann die Rote Bete hinzufügen, beides unter ständigem Rühren andünsten.

Danach die Gemüsebrühe einfüllen, die Orangen auspressen und den Saft ebenfalls hinzufügen. Wenn dann die süße Sahne noch hinzugegeben wird, soll alles gut miteinander verrührt werden. Bei geringer Hitze sollen die Zutaten über einen Zeitraum von rund 20 Minuten gekocht werden.

Mit dem Pürierstab wird die Suppe püriert, mit Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Ein Schlag Crème fraiche und etwas Schnittlauch geben der Suppe einen zusätzlichen farblichen Reiz.

Die Zutatenliste 

1 kg frische Rote Bete,
3 mittelgroße Zwiebeln,
200 ml frischer O-Saft,
800 ml Gemüsebrühe, 200 ml süße Sahne, 2 EL Butter, Schnittlauch, Salz, Pfeffer