Bürgerbusfahrer leisten 115 Wochenstunden im Ehrenamt

Langenberger Bürgerbusfahrer wurden jetzt in der Vereinigten Gesellschaft geehrt.
Langenberger Bürgerbusfahrer wurden jetzt in der Vereinigten Gesellschaft geehrt.
Foto: WAZ FotoPool
Während der Weihnachtsfeier ehrte der Bürgerbusverein Langenberg seine langjährigen Fahrer. Rainer Heinrich übernahm 1687 Fahrten in 18 Jahren.

Langenberg..  Da kommen viele Stunden zusammen: Jede Woche fahren Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusvereins Langenberg rund 115 Stunden im Ehrenamt. Pro Schicht werden die zwei Busse zwischen 3,5 und 4,5 Stunden über Langenbergs Straßen gelenkt und damit die Fahrgäste auf die Berge gebracht oder von dort abgeholt.

Zur Weihnachtsfeier trafen sich jetzt 70 aktive und ausgeschiedenen Fahrer und Fahrerinnen in der Vereinigten Gesellschaft bei Grünkohl und Pinkel. Ein Hauptaspekt der monatlichen Fahrerversammlung ist die Besetzung des Dienstplans. Wöchentlich müssen insgesamt 26 Einsätze besetzt werden.

Bei der Fahrerversammlung im Dezember waren diese 100 Einsätze für den Januar innerhalb von elf Minuten vergeben. Leider dieses Mal nicht in Rekordzeit – es ging auch schon in nur sechs Minuten – dafür ging es wieder lustig zu, und nicht selten war das fröhliche Lachen Grund für die immer wieder kleinen Verzögerungen.

Neue Fahrer sind stets willkommen

Schnell müssen die Fahrer und Fahrerinnen bei bestimmten Tagen und Uhrzeiten sein. Und so passierte es nicht selten, dass Fahrlehrer und Geschäftsführer Dieter Schmidt kaum das Datum ausgesprochen hatte und sich bereits mehrere Interessierte für den Vormittag meldeten. Doch manchmal sind Termine auch nur schwer zu besetzen. Deshalb sucht der Verein nach wie vor neue Ehrenamtliche.

Dabei entwickelten sich innerhalb der „Bürgerbusfamilie“, wie Vereinsvorsitzender Gerd Berker die Seinen nennt, auch Freundschaften. Ausflüge, gemeinsames Anpacken bei anderen Langenberger Aktionen wie die Tombola des Martinsmarktes oder das Reinigen der Haltestellen bei „Langenberg besenrein“: Gemeinschaft macht Spaß und ist ansteckend.

Während gerade der Anteil der Fahrerinnen steigt, saßen in den ersten Jahren vor allem Männer am Steuer. So verwundert es auch nicht, dass die Ehrungen für langjährige Mitarbeit immer noch zunächst die Fahrer bekommen. Neun Fahrer erhielten Urkunden für 15 Jahre und mehr am Lenker des kleinen Linienbusses, unterschrieben von Verkehrsminister Michael Groschek und Franz Heckens, Vorsitzender Pro Bürgerbus NRW.

Die Weihnachtsfeier war auch der Rahmen, jene zu verabschieden, die nun aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr fahren werden: Wilfrid Frisch, Dieter Veith, Peter Schürmann und Monika Worring, die in zwölf Jahren 194 Fahrten absolviert hatte. Henning Burggraf wurde für zehn Jahre Ehrenamt gewürdigt.

 
 

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