Baustopp Auf dem Einert verlängert

Harald Wiegand

Nierenhof.  Seit über einem Jahr schon schwelt diese Auseinandersetzung: Ein privater Investor möchte in Nierenhof gerne den ehemaligen Gasthof Nierenhof und eine Scheune abreißen und an gleicher Stelle Wohnhäuser errichten. Pläne, denen der Rat der Stadt Velbert im März 2014 mit einer Veränderungssperre für das Wohngebiet Auf dem Einert einen Riegel vorschob. Und: dieses Bebauungsverbot soll nun verlängert werden.

Das beschloss der Bezirksausschuss Langenberg in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig. Und folgte damit einem Vorschlag der Verwaltung, die bereits vor einem Jahr die erste Veränderungssperre für dass Nierenhofer Wohngebiet empfohlen hatte. Die damals vom Rat erlassene Verfügung, die jedwede Bautätigkeit in dem betreffenden Gebiet untersagt, droht nun – da per Gesetz zeitlich auf ein Jahr begrenzt – automatisch außer Kraft gesetzet zu werden – spätestens am 8. April.

Den Politikern des Bezirksausschusses legte man nun noch einmal dar, warum die Veränderungssperre damals ergangen war. „Der Bauantrag sah an der Bonsfelder-/Ecke Hattinger Straße die Errichtung von elf Reihenhauseinheiten vor. Dadurch würde an dieser Stelle durch geschickte Ausnutzung geltenden Planungsrechts eindeutig ein städtebaulicher Missstand entstehen.“

Sperre könnte aufgehoben werden

Die Verwaltung erklärte den Politikern auch, warum man nun vorschlage, die Veränderungssperre aufrechtzuerhalten: „Mit dem Investor ist es trotz mehrerer Gespräche nicht zu einer Einigung über ein städtebaulich sinnvolle Bebauung diesem Standort gekommen“, so die Verwaltung. Die nun das planerische Heftselbst in die Hand nehmen will: „Es ist nun beabsichtigt, das Bebauungsplanverfahren unabhängig von einer Investorenplanung fortzusetzen“. Im Klartext: Die Politik soll nun klare Grundlagen skizzieren, nach denen der Investor künftig überhaupt noch planen kann.

Wobei Ausschussvorsitzender Torsten Cleve (CDU) klarmachte: „Dieser Beschluss kann natürlich jederzeit aufgehoben werden, wenn der Investor einen Vorschlag vorlegt, der Zustimmung findet.“