Baustart für den Radweg Nierenhof-Kupferdreh

Sascha Döring
Foto: Funke Foto Services
Baustart für den Radweg zwischen Nierenhof und Kupferdreh. Die Vorbereitungen laufen, die Trasse ist bereits erkennbar. Wetter muss mitspielen.

Langenberg.  Nun hat es also angefangen, der Radweg zwischen Nierenhof und Kupferdreh wird gebaut. Viel weist noch nicht daraufhin, nur ein einsames kleines Schild steht am Rande des Ziegeleiwegs, kurz vor dem Eingang zu den Wieland-Werken. Wer mehr sehen will, muss in den Wald. Gut 200 Meter hinter der Bebauung geht es los, die Bagger sind schon da, ein ganzes Stück Trasse ist gerodet.

Den Zuschlag für die Ausführung der Bauarbeiten haben der Langenberger Garten- und Landschaftsbauer Ronald Gajda und sein Essener Kollege Frank Neysters bekommen. Jeder der beiden Betriebe ist für den Teil auf „seinem“ jeweiligen Stadtgebiet zuständig. „Wir bereiten jetzt vor“, erläutert Ronald Gajda beim Ortstermin. „Der Baumschutz ist angebracht, was gefällt und gerodet werden musste, ist weg.“

An einigen Stellen muss noch gebuddelt werden, „das ist aber üblich“, ergänzt Markus Thelen von der Bauüberwachung der Technischen Betriebe (TBV), der das Projekt begleitet. „Hier verlaufen Leitungen, Kanäle und so weiter. Natürlich haben wir Pläne, aber wir müssen schauen, ob das Material drumherum auch genug Tragfähigkeit besitzt.“ Schließlich müssen über den Kiesweg auch die Baufahrzeuge fahren. Und die wiegen naturgemäß etwas mehr als ein Kleinwagen.

Ronald Gajda freut sich, dass er den Zuschlag für den Ausbau des Radwegs bekommen hat. „Früher, als ich noch in Bochum gewohnt habe, habe ich versucht, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Aber das war eine Tortur.“ Denn genau das Stück, das er nun baut, habe gefehlt. „Das ist insgesamt ein Phänomen: Im Pott gibt es hervorragende Ost-West-Verbindungen. Aber die Nord-Süd-Richtung wird vernachlässigt.“ Das soll mit dem neuen Wegstück besser werden, „die Anbindung an die bereits gut bekannten Radwege – Panoramaradweg oder die Trassen durch das Ruhrgebiet – ist ja dann fantastisch.“

Bis Dezember geplant

Geplante Übergabe des Weges ist am 19. Dezember – doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Etwa das Herzstück des Abschnitts einzubauen – die neue Brücke über den Deilbach. „Die macht kostenmäßig etwa die Hälfte des Umsatzes aus“, sagt Ronald Gajda. „Für die Brücke haben wir ein Spezialunternehmen im Boot. Das könnten wir selbst gar nicht.“ 17 Meter lang wird die Überführung, dazu drei Meter breit. Hinter der Brücke führt der Radweg dann parallel zur Bahnstrecke. „Insgesamt ein sehr idyllischer Abschnitt“, schwärmen Gajda und Thelen.

Eine Einschränkung macht Gajda aber: „Wir tun alles, um pünktlich fertig zu werden.“ Aber: „Natürlich hängt das immer davon ab, ob das Wetter mitspielt.“