Bau des Velberter Busbahnhofs liegt voll im Plan

Für den Bau des ZOB muss erst einmal das große Loch aufgefüllt und auf Höhe der Umgebung gebracht werden.
Für den Bau des ZOB muss erst einmal das große Loch aufgefüllt und auf Höhe der Umgebung gebracht werden.
Foto: WAZ FotoPool
Wenn die Arbeiten weiter so wie am Schnürchen laufen, geht die Anlage im Spätsommer 2015 zum Fahrplanwechsel in Betrieb. Ersatzhaltestelle Postamt bekommt noch Bänke und ein Wartehäuschen zum Unterstellen

Der Anfang verlief – nett ausgedrückt – ziemlich schleppend. Denn den Plan, als ÖPNV-Knotenpunkt einen Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) anzulegen, gibt’s schon seit 2001. Doch nachdem das Hin und Her über dessen Platzierung beendet war, vor allem aber Mitte Mai endlich der erste Spatenstich getan worden ist, läuft die derzeit größte Tiefbaumaßnahme der Technischen Betriebe (TBV) in der City offensichtlich wie am Schnürchen. Und der Autofahrer kann sich in dem Bereich gefühlt alle paar Tage an eine andere Verkehrsregelung gewöhnen. „Wir sind voll im Plan“, sagt Arnd Sulimma (TBV-Sachgebietsleiter Verkehrswesen). Der ZOB könne wohl, wie beabsichtigt, zum Fahrplanwechsel im Spätsommer 2015 in Betrieb gehen. Das Projekt-Volumen umfasst incl. Kanalbau 5,5 Millionen Euro, 2,8 schießt der VRR hinzu.

Bautechnisch sei das Vorhaben „eigentlich nix Besonderes“, meint sein Kollege Olaf Rakowsksi (Straßen-/Kanalneubau) beim Rundgang. Seit die Büsche und Bäume der Parkplätze verschwunden sind, ist erst die Dimension des Areals sichtbar: Ein 4500 qm großes Loch, das mit Boden aus anderen Bauvorhaben aufgefüllt und aufs Niveau der Umgebung gebracht wird. Parallel dazu werden auf dem Gelände sowie im Umfeld neue Versorgungsleitungen gelegt bzw. bestehende punktuell erneuert.

Konstruktion aus Glas und Stahl

Böse Überraschungen, erzählt Arnd Sulimma, habe es bisher nicht gegeben. Man habe lediglich geringe Munitionsreste gefunden, ferner größere Betonfundamente und „viel Metall“: Laut TBV wohl zum Großteil Relikte der ehemaligen Gießerei August Beer. Der ZOB wird drei Halte- bzw. Warteinseln mit insgesamt zwölf Haltepositionen für die Linien-Busse haben. Die Fahrflächen bekommen besonderen Asphalt für höhere Belastungen, die Inseln schmutzabweisendes Pflaster, das entsprechend auch leichter zu reinigen ist. Für die Fahrgäste werden Schutzdächer aus Glas und Stahl errichtet, außerdem Windschutzwände und Bänke hingestellt. „Die Einrichtung weicht deutlich von Velberter Standards ab“, kündigt Sulimma an. Ebenfalls vorgesehen sind Toiletten: sowohl eigens für die Busfahrer als auch – münzbetrieben – für die Fahrgäste als auch – kostenlos mit einem besonderen Schließsystem – für Behinderte.

Für die derzeitige, von einigen ÖPNV-Kunden teils heftig kritisierte Ersatzhaltestelle „Postamt“ ist übrigens laut TBV beabsichtigt, noch zwei weitere Bänke aufzustellen. Und auch das mobile Wartehäuschen von der ZOB-Seite der Friedrich-Ebert-Straße, „sobald es dort nicht mehr gebraucht wird“.

 
 

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