Bands aus Velbert heizen Publikum im Jugendzentrum ein

Feierten wild, ausdauernd und ohne einen Tropfen Alkohol: Die jungen Besucher im Jugendzentrum,, die unter anderem die Nevigeser Band „Ramrod“ hörten.
Feierten wild, ausdauernd und ohne einen Tropfen Alkohol: Die jungen Besucher im Jugendzentrum,, die unter anderem die Nevigeser Band „Ramrod“ hörten.
Foto: Michael Korte
Gleich an zwei Abenden heizten diverse Bands aus Velbert und Umgebung dem begeisterten Publikum bei „RockStage“ im Jugendzentrum an der Lessingstraße ein.

Neviges..  Wenn es in Presse-Ankündigungen heißt, dass bei einem Konzert „Wände und Scheiben“ wackeln werden, tun Reporter das gerne als Anheizer-Übertreibung ab. Im Falle der RockStage am Wochenende im städtischen Kinder- und Jugendzentrum Neviges stimmte es: Schon aus rund 50 Metern Entfernung konnte man hören, wie die Base-Drum die Scheiben in der Fassung erzittern ließ.

Seit 40 Jahren gibt es das Konzert der Lokalmatadore jährlich im Siepen. Und am Freitag war der Tag der Hausbands: die Firebulls, Ramrod und Silence is the Enemy sind im Proberaum im Keller des städtischen Quartierswohnzimmers gegründet worden, erzählt Corinna Schulz vom Kinder- und Jugendzentrum, die vierte Band (The Black Sheeps) probt dort aktuell.

Viel gecovert wurde an diesem Freitagabend. Die Firebulls mit ihren AC/DC-Covern sind schon überregional herumgekommen und haben jetzt einen neuen Sänger (Spitzname: Eicky) am Start.

Silence is the Enemy kommt musikalisch aus der Richtung von Billy Talent, brachte aber auch mit viel Krach und jugendlicher Aggression eigene Punk-Songs wie „Break Down Your TV“ und „The Unknown“.

Ebenso laut kamen Ramrod, die sich nach anderthalbjähriger Pause mit drei neuen Instrumentalisten eine Frischzellenkur injiziert haben und am Freitag ihren ersten öffentlichen Auftritt in der neuen Formation hatten. Sie spielten unter anderem einen ganzen Foo-Fighters-Coverblock. „Eigenes haben wir auch schon“, erklärt Sänger und Mitbegründer Torben, „aber das spielen wir noch nicht.“ Erste Songs sind aufgenommen, weitere sind in Planung.

Das ambitionierteste Konzept brachten die Black Sheeps gleich zu Beginn des Abends auf die Bühne. Nach Vorbildern gefragt, antwortet Bassist Yann Lüdtke: „Nichts, was mir bekannt wäre.“ Wenn die drei sich im Proberaum treffen, improvisieren sie. Irgendein Riff wird vorgespielt, dann steigt der nächste ein; und manchmal ist am Ende vom Ursprungsriff nichts mehr übrig. Gerne verhackstücken sie einzelne Riffs aus bekannten Songs. Einmal haben sie das Riff aus „Can’t Stop“ von den Red Hot Chili Peppers, mit „Pursuit of the Vikings“ von Anon Amarth und mit „Paradise City“ von Guns’n’Roses kombiniert und noch eigene Riffs ergänzt.

Da wird „gespielt, gespielt, gespielt“, bis etwas entsteht, von dem sie sagen, „hey, das passt dazu“, erklären die Black Sheeps. So einfach kann das Rezept für einen eigenen Sound sein.

Wer über die Bands auf dem Laufenden bleiben will, kann ihnen auf Facebook folgen. Wenn er/sie die Bands findet. Silence is the Enemy und die Firebulls sind schnell identifiziert. Black Sheeps gibt es viele. Die aus Velbert sind die drei Jungs in schwarzen T-Shirts vor einer Backsteinwand. Um unter den ganzen Ramrod die richtigen herauszufinden, muss man allerdings etwas länger suchen.

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