Bänke als Schmuckstücke

Idylle auf dem Panoramaradweg in Velbert – hier auf der Saubrücke. Foto: Detlev Kreimeier, WAZ FotoPool
Idylle auf dem Panoramaradweg in Velbert – hier auf der Saubrücke. Foto: Detlev Kreimeier, WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Velbert.Lob für Heiligenhaus, Schelte für Velbert: In einem Kommentar zum WAZ-Artikel über den Panoramaradweg „Durch die Fahrradbrille“ geht „dorfbeobachter“ hart mit der Schlossstadt ins Gericht. Olaf Rakowski von den Technischen Betrieben (TBV) weist die Kritik zurück.

Velbert.. Lob für Heiligenhaus, Schelte für Velbert: In einem Kommentar zum WAZ-Artikel über den Panoramaradweg „Durch die Fahrradbrille“ geht „dorfbeobachter“ hart mit der Schlossstadt ins Gericht. Von der „lieblosen Gestaltung der drei Bahnhöfe“ über „die Unfähigkeit, die drei unterbrochenen Stellen“ zu schließen bis zu „überwucherten, vermüllten Bahnrelikten“ reicht die Kritik. Die HeiligenhausTrasse lobt der Online-Kommentator dagegen über den grünen Klee.

„Ein Grund, warum es in Heiligenhaus anders aussieht: Die Trasse geht dort direkt durch die Stadt“, erklärt Olaf Rakowski von den Technischen Betrieben (TBV), den die WAZ mit den Vorwürfen konfrontiert hat. Die Stadt Heiligenhaus habe deshalb neben dem Fördertopf für den Radweg auch noch einen Städtebaufördertopf anzapfen können, „um den Bahnhof schön machen zu können“. In Velbert hingegen gebe es noch nicht einmal die Bausubstanz dafür. Rakowski: „Man hätte natürlich den alten Bahnsteig in Velbert-Mitte restaurieren können. Dann hätten Sie jetzt einen restaurieren Bahnsteig – und?“

Als Pendant zum Bahnhofsgelände habe man in Velbert den Freizeitpark Höferstraße, der direkt an den Radweg grenze – das werde offenbar vergessen. „Der Panoramaradweg ist ein gefördertes Projekt“, erinnert Rakowski. Die Stadt Velbert habe vor dem Bau 4,5 Millionen Euro an Kosten angemeldet, von denen letztlich 75 Prozent gefördert wurden. „Und diese Förderung war eine reine Verkehrsförderung, bei der es darum ging, einen verkehrssicheren Weg zu schaffen“, stellt Rakowski klar. „Alles, was als Schmuckstück drumherum gemacht wird – wie zum Beispiel Bänke und ähnliches, wird nicht gefördert.“

Gemeinsam mit der Sparkassenstiftung habe die Stadt Velbert aber Standorte mit Bänken geschaffen. „Mittlerweile sind es insgesamt zwanzig.“ Derart negative Kritik, erklärt Olaf Rakowski, habe es am Panoramaradweg noch nicht gegeben. „Bis jetzt war das Feedback immer positiv.“ Nur fehlende Mülleimer seien bemängelt worden. Man wolle dennoch keine Abfallbehälter aufstellen – weil es wegen langer Anfahrtswege zu teuer und aufwändig wäre, den Müll zu entsorgen. „Wir setzen darauf, dass die Leute ihren Müll wieder mitnehmen“, sagt Rakowski. „Im Wald stehen ja auch nicht an jeder Ecke Mülleimer.“ Sollte sich jedoch herausstellen, „dass alles verdreckt, dann müssen wir drüber nachdenken, das zu ändern“.

 

EURE FAVORITEN