Autorin entführt in die Zukunft

Las aus ihrem erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“: Jacqueline
Las aus ihrem erstlingswerk „Die Maggan-Kopie“: Jacqueline
Foto: WAZ FotoPool
Eine düstere Zukunft zeichnet Autorin Jacqueline Montemurri in ihrem Debütroman „Die Maggan -Kopie“. Umweltkatastrophen haben die Welt verändert. Der Klimawandel nimmt immer größere Ausmaße an.

Neviges..  Eine düstere Zukunft zeichnet Autorin Jacqueline Montemurri in ihrem Debütroman „Die Maggan -Kopie“. Umweltkatastrophen haben die Welt verändert. Der Klimawandel nimmt immer größere Ausmaße an. Die Europäische Union ist Geschichte. Eine europäische Zentralregierung hat nun das Sagen. Und dann auch noch das Geheimnis um mysteriöse K2-Patienten. Geht es um Organspenden oder etwa um das Klonen von Menschen?

35 Jahre in der Zukunft

Knapp zehn Zuhörer sind zur Lesung von Jacqueline Montemurri in das Café „Monsieur M.“ gekommen. Gespannt lauschen sie jedem Wort der Autorin. Die Zuhörer werden in eine Welt, die 35 Jahre in der Zukunft liegt, entführt. Sie erleben, wie die 27-jährige Hauptfigur Maggan in den schwedischen Bergen beim Wandern abstürzt. Wie sie mitbekommt, dass sie eine dieser K2-Patienten sei. Wie sie auf einmal doch die, nach dem Unfall dringend benötigte Niere bekommt. Maggan macht sich auf die Suche, um diese Fragen zu klären. Dabei stößt sie auf ein furchtbares Geheimnis. Nicht umsonst heißt es in der Beschreibung des Buches, dass dieser Roman „hoffentlich so nie geschehen werde“.

Die Staaten als Provinzen

Keine Frage – dieses Buch ist spannend. Das wird auch bei der Lesung deutlich. Bei jeder Pause, die die Autorin macht, geht ein enttäuschtes Seufzen durch den Raum „Jetzt möchte ich erst recht wissen, wie es weitergeht“, sagt eine Zuhörerin voller Vorfreude. Schnell wird draußen eine Zigarette geraucht und eine neuer Kaffee bestellt. Dann geht es weiter.

Die heutigen europäischen Staaten werden in dieser Zukunftsversion nur noch Provinzen genannt. Bei dieser Passage geht ein Schmunzeln durch den Raum. Das kann sich nun doch niemand vorstellen. Übrigens gibt es die meisten Schauplätze, die in dem Zukunftsthriller vorkommen tatsächlich.

„Ich mag Schweden sehr gerne und war auch schon oft dort im Urlaub“, erzählt Jacqueline Montemurri. Viele der Plätze habe sie schon mit eigenen Augen gesehen. „Vor zehn Jahren habe ich mit dem Buch angefangen. Damals war es noch eine Kurzgeschichte, die ich dann immer mehr erweitert habe“, erzählt die Autorin.

Das Buch kommt gut an auf der Lesung. Am Ende wechseln einige Exemplare ihren Besitzer. Auch, wenn es vielleicht etwas viele Themen für ein Buch sein mögen – spannend ist es allemal.

EURE FAVORITEN