Autorin aus Neviges für Science-Fiction-Preis nominiert

„Die Magnetische Stadt“, so ist der Titel der Sammlung, in der auch die Kurzgeschichte von Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki erschienen ist.  Die Autorin hat schon mehrere Romans veröffentlicht.
„Die Magnetische Stadt“, so ist der Titel der Sammlung, in der auch die Kurzgeschichte von Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki erschienen ist. Die Autorin hat schon mehrere Romans veröffentlicht.
Foto: Funke Foto Services
„Sonnenmondfinsternis“ heíßt die neue Kurzgeschichte der Nevigeser Sciene-Fiction-Autorin Jacqueline Montemurri-Jarnicki. Mit der Geschichte ist sie wieder einmal für einen Preis nominiert.

Neviges..  Wer in der Geburtsstadt Karl Mays aufwuchs, der muss spannende Geschichten schreiben. Und das tut Jacqueline Montemurri-Jarnicki zweifellos. Sie stammt aus Hohenstein-Ernstthal und lebt mit Ehemann und zwei Söhnen seit Jahren in Neviges. Alle Werke der Science-Fiction-Autorin sind bisher nominiert worden – mit neuen Kurzgeschichte „Sonnenmondfinsternis“ hofft sie jetzt zur Abwechslung auch mal auf einen Preis.

Kein Thriller ohne etwas Liebe

„Ich bin die ewig Nominierte“, sagt die 46-Jährige und muss dabei selbst lachen. Auch ihre aktuelle Kurzgeschichte „Sonnenfinsternis“ hat bereits die Aufmerksamkeit der Experten erregt: Der in der Science-Fiction-Szene renommierte „Kurt-Laßwitz-Preis“, wird im November in Leipzig vergeben.

„Sonnenmondfinsternis“ ist eine Kurzgeschichte in der Sammlung „Die Magnetische Stadt“. Es geht um eine Raumfrachter-Besatzung, die auf einem unbekannten Planeten eine Sendestation findet. Ein düsterer Thriller mit knallharten Szenen, Mord und Totschlag, viel Dramatik – und einem Schuss Liebe und Romantik.

„Ein bisschen Gefühl muss dabei sein“, stellt die Autorin klar, die auch bei „Sonnenmondfinsternis“ ihren weiteren Prinzipien treu bleibt: Die Protagonisten sind wieder starke Frauen, Frauen, die wissen, was sie wollen. Und die Geschichte ist zwar abgedreht, enthält aber ein winziges Fünkchen Realität. Beides ist der Biografie Jacqueline Montemurri-Jarnickis geschuldet: Die 46-Jährige hat in Aachen Raumfahrt studiert, als eine von sieben Frauen unter 150 Männern. Trotz guten Examens bekam sie als Diplom-Ingenieurin in dieser Männerdomäne keinen Job. „Während ich auf die Zusagen der Bewerbungen wartete, habe ich angefangen zu schreiben.“ Und zwar Science-Fiction-Romane.

Dabei ist ihr das Studium durchaus nützlich: „Die Technologien, die in meinen Geschichten vorkommen, sind im Ansatz schon da. Ich spinne sie nur einfach weiter.“

Die Wirklichkeit weiterspinnen

Und sie nennt ein Beispiel: „Es gibt Firmen in den USA, die sich überlegen, auf Asteroiden Erze abzubauen, um neue Rohstoff-Quellen zu finden.“ Dies war eine der Grundideen zu ihrer Geschichte „Das Trojaner Projekt“.

Inspiriert wird sie durch TV-Nachrichten, Zeitungslektüre, wissenschaftliche Abhandlungen. „Man sollte immer ein Heftchen dabei haben, um aufzuschreiben, wenn einem etwas einfällt.“ Reale Begegnungen weiterzuspinnen, daran hat sie einen Heidenspaß. „Ich möchte die Leute in eine andere Welt ziehen, damit sie für kurze Zeit alles vergessen können.“ Bevor ihre 14 und 9 Jahre alten Söhne zur Welt kamen, war Jacqueline Montemurri-Jarnicki als Dozentin in der EDB-Bildungsgesellschaft beschäftigt. Seit November gibt die 46-Jährige als Assistentin der Geschäftsleitung der „Flüchtlingshilfe Velbert und Projekt Deutsch Lernen e.V.“ unter anderem Sprachkurse.

Und natürlich schreibt sie weiter: Der nächste Roman liegt schon in der Schublade: Er spielt in Lappland, einem der realen Traumziele der großen Skandinavien-Anhängerin. Es geht um das Volk der Sami und um Nano-Technologie. Spannend, wie immer mit einem Schuss Wissenschaft, und mit einem bisschen Liebe. Denn, starke Frauen hin oder her, wie sagt Jacqueline Montemurri-Jarnicki doch: „Ganz ohne Gefühl geht einfach nicht.“

EURE FAVORITEN