Airbus statt Bürgerbus

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Ihr jährlicher Ausflug führte die Bürgerbus-Frauen zum Flughafen in Düsseldorf. Das 840 Fußballfelder große Gelände beeindruckte die Langenbergerinnen.

Düsseldorf..  Auf der Besucherterrasse des Flughafens Düsseldorf wehte den 30 Frauen der Wind mit einem Hauch von Kerosin um die Nase. Einmal jährlich gehen die Fahrerfrauen und Fahrerinnen des Bürgerbus-Vereins auf Tour. Nach dem romantisch-informativen Ausflug „Blaues Blut“ im letzten Jahr gab es nun ultimative Zahlen rund um Technik und Leistung des Flughafens.

Gestartet wurde mit der Rundfahrt über die Start- und Landebahnen. Zahl um Zahl nannte Fahrer Ralf Gutzeit, seit 30 Jahren am Flughafen beschäftigt. 2015 nutzten über 22 Millionen Passagiere den drittgrößten Flughafen Deutschlands, der durch 80 Fluggesellschaften mit über 180 Zielen in 50 Ländern verbunden ist.

700 Flugzeuge Tag für Tag

Vorbei geht es an den Wartungshallen, an zu betankenden und zu beladenden Flugzeugen, dem Flugzeug eines Scheichs in Richtung Polizei-Hubschrauberstaffel NRW. „Bis zu 700 Flugzeuge starten und landen hier täglich“, schallt es aus den Lautsprechern. Und tatsächlich alle zwei, drei Minuten sieht man ein Flugzeug am Himmel.

Bei strahlendem Sonnenschein hält der Bus auf dem höchsten Punkt des Geländes. Ute Berker, die den Ausflug organisiert hat, fragt nach der Pflege des Geländes, ob es Schäfer oder Jäger gibt. Zunächst erfüllt das alles übertönende Dröhnen einer Maschine mit vier Triebwerken die Luft, dann kommt die Antwort: Schafe gibt es auf dem Flughafen nicht, aber Hasen, Füchse, Reiher. Ein Jäger achtet auf die Population. Hier solle das Gras hoch wachsen und es gibt nur bittere Grassorten, denn Vögel mögen beides nicht und diese möchte man möglichst fernhalten. Ein Falke kreist am Himmel. Der Jäger habe drei eigene Falken, mit denen die Tauben in den Wartungshallen bekämpft werden.

Besuch im Einkaufsparadies

Die Frauen schauen über eine Gesamtfläche von 840 Fußballfeldern. Gegen 13.25 Uhr soll ein Airbus kommen, deshalb verlassen die beeindruckten Tagesausflüglerinnen gegen 13 Uhr den Sicherheitsbereich, bei dessen Eintritt sie zuvor komplett durchleuchtet worden waren. Christina Lohbeck ist beeindruckt: „Man macht sich keine Gedanken, wie das alles so funktioniert.“ Für sie ist der A 380 natürlich ein Highlight.

Zum Abschluss geht’s auf die Besucherterrasse und danach ins Einkaufsparadies. Beate Kröger war schon zehn Jahre nicht mehr dort: „Ich finde das sowieso interessant und die Veränderungen jetzt finde ich ganz gut.“ Dann zählt sie auf: „die viele Sitzmöglichkeiten, man bekommt alles, gute Restaurants, gute Geschäfte...“

 

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