800 Tonnen Erdreich für neuen Radweg

Hans F. Wüst
Foto: Funke Foto Services
Die Arbeiten an der „Deilbachroute“ zwischen Nierenhof und Essen-Kupferdreh laufen bereits auf Hochtouren. Doch auch erste Probleme sind aufgetaucht – konnten aber bisher alle gelöst werden.

Nierenhof.  Nach Jahrzehnten der Planung, langwierigen Verhandlungen und zahlreicher Probleme starteten im Frühjahr die Arbeiten am Wander- und Radweg, der Nierenhof und Kupferdreh miteinander verbinden soll – der „Deilbachroute“. Über den Stand der Arbeiten ließ die WAZ sich von Markus Thelen informieren, der bei den Technischen Betriebe Velbert (TBV), den Raswegbau auf Velberter Seite obliegt.

Nach der Ausschreibung übergaben die TBV die Ausführung an eine Bietergemeinschaft: die Landschaftsbauer Gajda aus Nierenhof und Neysters aus Essen. Zuerst wurde hinter den Wieland-Werken eine Trasse angelegt. „800 Tonnen Material mussten angeschüttet werden um den Höhenunterschied einer vorhandener Senke auszugleichen“, erläutert Thelen. Zurzeit würden auf der Bahnseite die Fundamente für die Brückenköpfe gesetzt. „Das ist notwendig, um auf der Bahnseite den Weg höher zu legen, wegen es Hochwasserschutzes.“

Zwölf Betonpfähle als Brückenfundament

Bei Suchschachtungen nach einer Kabeltrasse im Bereich des südlichen Brückenfundaments traten dann unvorhergesehene Probleme auf: Der Untergrund zwang die TBV zu einer neuen Konzeption für die Gründung auf der südlichen Seite. „Statt der geplanten Flachgründung erfolgt nun ebenfalls eine Tiefgründung wie auf der nördlichen Seite“, erläutert Thelen die Tiefbaumaßnahme, bei der beidseits des Deilbachs je zwölf Betonpfähle in den Boden versenkt werden. Auf diesem Fundament soll dann Anfang 2017 eine 16 Meter lange Aluminiumbrücke eingelassen werden.

Die Trasse verläuft über das Privatgelände der ehemaligen Ziegelei Timpe, die dem Wegerecht zustimmte, über die vorhandene, aber noch durch den Ruhrverband zu erweiternde Wirtschaftsbrücke entlang der S-Bahn bis zu der Aluminium Brücke, die ein Subunternehmer erstellt. Immerhin beträgt die Länge der Brücke inklusive Zu- und Abfahrt 45,3 Meter.

Eröffnung soll im Sommer 2017 sein

Ab der nächsten Woche starten die Arbeiten ab Bahnhof Nierenhof bis zu den Wieland-Werken, die sich auch sehr kooperativ einbringen. Hierzu werden Baumfällarbeiten notwendig sein, um den vorhandenen Fußweg auf drei Metern zu verbreitern. Da ein kleiner Höhenunterschied zu überwinden ist, wird eine längere Rampe bis zum Ziegeleiweg erstellt.

Die Arbeiten auf Essener Gebiet werden von „Grün und Gruga“ durchgeführt. „Wir sind voll im Plan“, erläutert deren Projektleiter Hermann Steins. Die Restaurierung der alten Fabrikhallen sei in vollem Gang. Auch eine Remise muss noch verlegt werden. Die Herstellung der Fahrbahndecke der gesamten Deilbachroute mit 30 cm Schotter und 10 cm Asphalt ist für das Frühjahr geplant. Nach Steins ist mit der Eröffnung der lang ersehnten Route im Sommer 2017 zu rechnen.