„2016 wird der Radweg fertig“

Hans Wüst
Foto: WAZ FotoPool
In einer Versammlung des Fahrradclubs Velbert in Langenberg legte TBV-Chef Ralph Güther sich fest: Im Sommer nächsten Jahres will er von Nierenhof über den neuen Radweg zum Baldeneysee radeln

Langenberg.  Der Baubeginn des Rad-/Wanderweges zwischen Langenberg-Nierenhof und Essen-Kupferdreh: Bei einer Informationsveranstaltung im Oktober war noch eher vage und mit etlichen Unwägbarkeiten darüber geredet worden. Anders in der Versammlung, zu der der Fahrrad-Club Velbert am Donnerstagabend ins Hotel „Zum deutschen Eck eingeladen hatte“. Dort legte Ralph Güther, Vorstand der Technischen Betriebe Velbert (TBV),die Fakten auf den Tisch: „2016 wird die lange geplante und erhoffte Strecke fertig“, versprach er.

Auch der Leiter des städtischen Essener Betriebes „Grün und Gruga“, Bernd Schmidt-Knop, war vom Fahrrad-Club (ADFC) eingeladen worden. Ebenso wie im Oktober fehlte er jedoch in der Versammlung. Ein Umstand, den viele Anwesende im voll besetzten Saal mit Kopfschütteln registrierten.

Nur „Grün & Gruga“ fehlte wieder

Dabei hatte „Grün &Gruga“ doch ganze Arbeit geleistet. Schließlich waren – gerade auf Essener Gebiet – in den vergangenen Wochen doch lange und zähe Verhandlungen erforderlich gewesen. Hindernisse gab es genug: Der Naturschutz, die Brücken, das Wassergewinnungsgebiet und vor allem der Grunderwerb. Güther dankte dem Bürgerverein Nierenhof, der „intensiv Druck auf Essen gemacht habe“. Und er dankte den Politikern, die sich massiv für den Radweg eingesetzt hätte. Der TBV-Chef kündigte an: „2016 werden wir von Nierenhof zum Baldeneysee mit dem Fahrrad fahren!“

„Ein Radweg mit Hindernissen“

ADFC-Sprecher Bernd Zielke bat dann den Leiter des Verkehrsmanagement der Stadt Velbert, Arnd Sulimma, die Strecke anhand einer informativen Präsentation unter dem bezeichnenden Titel „Ein Radweg mit Hindernissen“ den interessierten Anwesenden noch einmal erklärend und detailliert zu zeigen. Die Anwesenden waren begeistert – und hörten gernweitere Fakten: Die TBV fällten bereits in den vergangenen Wochen einige Bäume, damit auch Umwelt- und Naturschutzvorschriften eingehalten werden. Danach werden im April/Mai die weiteren Arbeiten zunächst von Velberter Seite gestartet, ehe die Brückenarbeiten beginnen. Die Essener werden im dritten Abschnitt ihren Teil beitragen, um sicherzustellen, dass der Rundweg, der das Ruhrtal mit dem Bergischen Land verbinden soll, im August 2016 auch tatsächlich fertiggestellt werden kann.

Visionen gibt es viele

Kaum angesprochen, hatten einige Bürger Ideen und Vorschläge zu weiteren Fahrradwegen bzw. die Anbindung an bestehende Trassen. Zum Beispiel die Weiterführung nach Neviges oder ins Felderbachtal. Visionen gab es genug: Radfahren scheint immer mehr Menschen zu interessieren. Auch die Stadt Velbert trägt Rechnung und erwirkte eine Arbeitsgemeinschaft. Ein Mitglied der AG, Meike Heß berichtete dann auch in der Versammlung über die Aufgaben und Pläne von Radwegen, Radverkehrsplanung und Vernetzung.