„Tour fürs Leben“ führt über Sundern

Am Boden zerstört? Keineswegs! Kopf hoch und weiter hieß es im Sommer 2016 für „Besi & Friends“,  teils schwer erkrankte Radsportler fuhren über mehrere Alpenpässe bis nach Südfrankreich.
Am Boden zerstört? Keineswegs! Kopf hoch und weiter hieß es im Sommer 2016 für „Besi & Friends“, teils schwer erkrankte Radsportler fuhren über mehrere Alpenpässe bis nach Südfrankreich.
Foto: privat
  • Bei Andreas Beseler wurde 1992 Multiple Sklerose (MS) festgestellt
  • Wie er mit der Krankheit lebt, erzählt er am 27. Oktober in Sundern
  • Der Radsport hat ihn vor dem Rollstuhl bewahrt

Hachen..  Manchmal genügen wenige Worte und Minuten, um das Leben eines Menschen komplett aus der Bahn zu werfen. Wenn der Arzt die Diagnose stellt: „Sie sind unheilbar erkrankt!“ Doch ein solcher Schicksalsschlag muss nicht das Ende sein – davon möchte ­Andreas Beseler die Sunderner ­gerne persönlich überzeugen.

Bei „Besi“, wie ihn seine Freunde nennen, wurde 1992 Multiple Sklerose (MS) festgestellt. „Spring – und du hast es hinter dir“, dachte er, als der Arzt damals das Zimmer verlassen hatte und er vom Balkon aus auf den Parkplatz starrte.

Doch er sprang nicht. Warum nicht, das wird er interessierten Zuhörern am 27. Oktober erklären, wenn er in der Sauerland-Klinik in Hachen zu Gast ist. Vieles ist in den 24 Jahren geschehen, die seit dem Ausbruch der Krankheit vergangen sind – teils so unglaublich, dass es wie ein Märchen klingt... „Es ist mir gelungen, mit Hilfe des Fahrrads dem scheinbar unvermeidbaren Schicksal Rollstuhl zu entkommen – und ich bin darüber unendlich glücklich“, schreibt der heute 50-Jährige auf seiner Homepage „rad-statt-rollstuhl.de“

Und er möchte andere Menschen mit ähnlichem Schicksal ermuntern, es ihm gleich zu tun – oder es wenigstens zu versuchen.

„Besi“ hat es längst geschafft – ­sogar ein Kinofilm („Die Tour fürs Leben“) handelt davon, wie er begann, mit dem Rennrad den Kampf gegen die Krankheit aufzunehmen.

Ein Kampf, den er gewonnen hat: Seine Initiative „Rad statt Rollstuhl“ führte ihn zum Beispiel im Jahr 2013 über mehr als 3600 Kilometer quer durch Kanada.

Ein Jahr später startete Beseler sein Projekt „Besi & Friends“.

„Besi & Friends“

Mit etwa 40 Radsport-Freunden, darunter viele ebenfalls schwer Erkrankte, fuhr der Hesse in 14 Tagen die 1800 Kilometer von Frankfurt/Main nach Barcelona. Beide Projekte erbrachten insgesamt über 80 000 Euro an Spendengeldern, die der Nathalie-Todenhöfer-Stiftung und deren Engagement für MS-Erkrankte übergeben wurden.

Und erst im Sommer dieses Jahres ging es in zwölf Etappen nach St. Tropez – über mehrere „Tour de France erprobte“ Alpenpässe!

Der Film wird am Abend des Besuches in Sundern gezeigt – und Andreas Beseler ist persönlich anwesend, um alle Fragen rund um seine Projekte zu beantworten. Neugierig geworden auf diesen Mann? Dann nichts wie hin!

 
 

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