SkF glücklich über Stellenausbau

Weihbischof Hubert Berenbrinker (Mitte) besucht die Sunderner Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des SkF. Hochsauerland.
Weihbischof Hubert Berenbrinker (Mitte) besucht die Sunderner Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des SkF. Hochsauerland.
Foto: WP
Die enge Vernetzung zwischen Schulen am Rotbuschweg und der Berliner Straße und der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche am unteren Rotbuschweg ließ Bischof Hubert Berenbrinker aufmerken.

Sundern..  Die enge Vernetzung zwischen Schulen am Rotbuschweg und der Berliner Straße und der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche am unteren Rotbuschweg ließ Bischof Hubert Berenbrinker aufmerken. Denn der Paderborner Weihbischof ist Mitglied der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. „Wie wirkt sich denn die offene Sprechstunde an den Schulen aus?“, wollte er von Werner Iseringhausen wissen, der sein Beratungsbüro an der Hauptschule hat.

Der Diplom-Sozialpädagoge berichtete dann über die zunehmenden Probleme mit dem Leistungsdruck in den Schule, zum Beispiel durch G8, die Bereiche Trennung, Scheidung, Cyber-Mobbing oder Familienprobleme, die auf die Noten schlagen. Die Leiterin der Beratungsstelle, Diplom-Psychologin Martina Regniet, ergänzte, dass durch das Büro in der Schule, aber auch den Besuch von Iseringhausen im Unterricht oder die Begleitung auf Klassenfahrten die Hemmschwelle, Kontakt zur Beratungsstelle aufzunehmen, gesunken sei.

Nebeneffekte erreicht

Ein weiterer Effekt: Durch die offene Sprechstunden an Schulen und Familienzentren in der ganzen Stadt, sei die lange Jahre extreme Wartezeit auf ein Erstgespräch deutlich gesunken: „Andererseits steigt dadurch aber der Druck weiteres zu unternehmen“, so Regniet.

Die seit zehn Jahren in Trägerschaft des SkF geführte Beratungsstelle in Sundern ordnete Vorsitzende Ursula Beckmann in dem Gespräch in den Kosmos des SkF Hochsauerland ein: „Unser Schwerpunkt liegt aber mit allen Aktivitäten in den Städten Arnsberg, Sundern und Meschede“, konnte sie dem visitierenden Paderborner Weihbischof berichten. Die Anmeldezahlen in der Sunderner Beratungsstelle sind über die vergangenen zehn Jahre gleich geblieben: „Jeweils etwa 350 Familien melden sich neu an, insgesamt haben wir 500 Familien pro Jahr in der Beratung“, so Martina Regniet. Alleinerziehende mache etwa 24 Prozent aus. „Gibt es auch Muslime, die Beratung suchen?“, wollte Bischof Berenbrinker abschließend noch wissen: „Migranten nehmen etwa 28 Prozent der zu beratenden Familien ein“, wusste Werner Iseringhausen, darunter auch etliche muslimische Familien.

Auch einen Wunsch nahm der Weihbischof mit nach Paderborn: „Wir würden gern eine Aufstockung des Personals erreichen“, meinte Elisabeth Beckmann. Ludger Kottmann, derzeit Heimleiter beim SkF in Hüsten, ergänzte, dass man derzeit bei 103 Wochenstunden an Beratung, Diagnostik und Therapie liege. Das leisten fünf Berater/innen, meistens aber nicht in Vollzeit. Dazu kommt eine Sekretärin in Teilzeit.

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