Singende Roller – röhrende Renner

Die NSU Freunde Sundern mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Skaruppe (vorn) – und mit dem NSU (Typ 67) 1300 TT, der im vergangenen Jahr einen Pokal beim Bergrennen nach Sundern holte.
Die NSU Freunde Sundern mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Skaruppe (vorn) – und mit dem NSU (Typ 67) 1300 TT, der im vergangenen Jahr einen Pokal beim Bergrennen nach Sundern holte.
Foto: WP
  • NSU Freunde Sundern stellten im Laufe ihres Sommertreffens die schönsten Fahrzeuge aus
  • Schon in den 70er Jahren trafen sich die Fahrer, um sich gegenseitig Hilfestellung bei der Reparatur und mehr zu geben
  • Mittlerweile treffen sich neun Freunde aus dem Raum Sundern, um die Autos fahrbereit zu halten, sechs NSU gehören dazu

Sundern.  Hochglänzende Boliden der Herzen: Die „NSU Freunde Sundern“ stellten im Laufe ihres Sommertreffens die schönsten Fahrzeuge aus.

Die kleinen Kraftpakete wurden einst in Neckarsulm gebaut. 1892 wurde eine 1873 eröffnete Strickmaschinen-Firma, die ab 1886 jedoch Fahrräder herstellte, sich am Bau von Motorrädern beteiligte und 1892 in NSU (eine Abkürzung für Neckarsulm) Motorenwerke umbenannt wurde. 1953 stellte das Unternehmen dann seinen ersten Nachkriegswagen her, den NSU Prinz. Was mit einem dreirädrigen Kabinenroller begann, fand seinen Höhepunkt 1963 im NSU Wankel-Spider, den der erste Rotations­kolbenmotor der Welt antrieb. Die schnellen Flitzer waren auch auf Rennstrecken zuhause.

Die anfänglich „singenden“ Motoren wurden Schritt für Schritt zu röhrenden Rennern aufgebaut. Seit langer Zeit gehört NSU zu Audi, weder der Prinz noch sein Nachfolger, der TT, wurden weitergebaut. Und doch ist dieses Auto bis heute Kult. Schon in den 70er Jahren trafen sich die Fahrer, um sich gegenseitig Hilfestellung bei der Reparatur und mehr zu geben. 1980 gründete sich dann die NSU-Prinz-Interessengemeinschaft.

„Im Jahr 2001 fuhr auch der erste NSU TT wieder auf Sunderner Straßen“, erinnert sich Dietmar Skaruppe, der Vorsitzende der NSU Freunde Sundern.

Im Jahr 2006 gründete sich dann der NSU Freundeskreis Sundern. Wir sind mit dem NSU groß geworden und lieben dieses sportliche Auto einfach“, erklärt Skaruppe das starke Interesse der Fahrer. Eine Jugendliebe, die bis heute anhält...

Alte Schätzchen werden nun wieder auf Hochglanz gebracht, jeder versucht, als ­Nummernschild das „TT“ zu bekommen, um zu zeigen, wie eng die Gemeinschaft ist.

Olympischer Geist zählt

Auch Herbert König aus Bremke schloss sich den NSU Freunden an. In seiner Autolackiererei bekommen die von Josef Weilandt und Dieter Skaruppe aufgebauten Fahrzeuge den glänzenden Lack. „Selbst ein nur ganz kurze Zeit gebauter NSU Wankel Spider gehört zu unserem Fahrzeugequipment“, freut sich der Vorsitzende.

Mittlerweile treffen sich neun Freunde, um die Autos fahrbereit zu halten, sechs NSU gehören dazu. Gemeinsam fahren sie zum Sauerland-Bergpreis Historik, der 2010 zum ersten Mal wieder stattfand. „Es zählt dort der Olympische Geist“, zwinkert Skaruppe, doch die Herren haben auch schon einige Pokale abgeräumt:

Der blaue Bolide von Josef Heutger nahm im vergangenen Jahr zum ersten Mal teil und brachte gleich einen Pokal mit nach Hause. Auch in diesem Jahr heißt es am 13. und 14. August wieder: „Der Berg ruft!“ Vorher geht es noch zum Oldtimer-Treffen nach Ramsbeck.

Rundfahrt um den Möhnesee

Am Samstag besuchten die Herren in alter Freundschaft die „Alte Kornbrennerei, die mit ihrem Vorsitzenden Herbert Müller das Oldtimertreffen in Sundern organisiert, an dem die NSU Freunde regelmäßig teilnehmen. Um 14 Uhr fuhren die sechs Oldtimer dann Richtung Möhne, um nach einer fast dreistündigen Rundfahrt in Sundern beim gemütlichen Grillen den Tagesabschluss zu feiern.

 
 

EURE FAVORITEN