Schläger muss Schmerzensgeld zahlen

Amtsgericht Arnsberg
Amtsgericht Arnsberg
Foto: Ted Jones
Er kam adrettt ins Gericht, doch das macht die Tat nicht schöner, die letztlich der 25-Jährige auch gestand

Sundern.  Vom äußeren Erscheinungsbild gepflegt, adrett, freundlich hätte man dem 25-jährigen vor dem Amtsgericht Angeklagten den Vorwurf der Staatsanwältin nicht zugetraut. Sie warf ihm vorsätzliche Körperverletzung vor, die er aus unverständlichen Gründen in Sundern vorgenommen hatte.

Gegenstände in Vorgarten geworfen

Demzufolge sollte er Anfang Mai kurz vor Mitternacht Gegenstände in den Vorgarten eines Wohnhauses geworfen haben. Als der Hausbesitzer dies bemerkte, vor die Tür trat und sich das ungehörige Verhalten verbat, griff der Störenfried den Mann sofort an. Er schlug ihm mit der Faust ins Gesicht und stieß ihn rückwärts fallend auf die Stufen einer Betontreppe. Dabei wurde das 23-jährige Opfer erheblich verletzt und musste im Krankenhaus versorgt werden. „Der mir fremde Mann war äußerst aggressiv. Meine Versuche, ihn zu beruhigen, schlugen fehl“, so der Geschädigte.

Entschuldigung vor Gericht

Jetzt vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte bei dem 23-Jährigen, bestätigte die Angaben der Staatsanwältin und die des Zeugen und gab an, damals stark alkoholisiert gewesen zu sein, was von dem Opfer bestätigt wurde. Weil er vor Gericht geständig war, sich bestens „verkaufte“ und nicht vorbestraft ist, waren sich die Richterin und Staatsanwältin einig, das Verfahren vorläufig gegen ein Schmerzensgeld in Höhe von 600 Euro an den Geschädigten einzustellen.