Radweg von Hüsten zur Sorpe hat Priorität

Radeln um die Sorpe wird immer beliebter, lohnenswert auch für Ruhrtalradler, die einen Abstecher machen wollen.
Radeln um die Sorpe wird immer beliebter, lohnenswert auch für Ruhrtalradler, die einen Abstecher machen wollen.
Foto: WR
  • Seit drei Jahren tagt regelmäßig ein von den Grünen initiierter AK Radverkehr
  • Erste Erfolge gibt es, weitere stehen an, wie der Geh-Radweg nach Seidfeld
  • Auf der Prioritätenliste ganz oben wird aber die Verbindung von Sundern nach Hüsten geführt

Sundern.  Rund 82 Prozent der Deutschen wünscht sich einen stärkeren Ausbau von Fuß-und Radwegen. Um diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen, gründete sich der „Arbeitskreis Radverkehr in Sundern“. Nach gut dreijähriger Arbeit zieht der AK ein Fazit und fordert weitere Maßnahmen.

Auf Antrag der grünen Fraktion war bereits 2013 vom ehemaligen Bürgermeister der damalige Leiter des Tiefbauamtes zum Radverkehrsbeauftragten benannt worden. „Dieser hatte die zusätzliche Aufgabe mit wenig Begeisterung übernommen“, sieht AK-Vorsitzender Antonius Becker heute. Neben den „offiziellen Teilnehmern“ zu denen auch Jeroen Tepas vom Stadtmarketing gehört, kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Fraktionen wie auch Radbegeisterte aus Vereinen und nicht organisierte, aber am Wohl der Stadt interessierte Bürger drei bis vier Mal im Jahr zusammen.

Bald gefahrlos zur Sorpe

Ein konkretes Ergebnis dieser Treffen sind die beiden neu geplanten Radwege, welche kurz vor der Umsetzung stehen. Das ist Bürgerradweg, der im kommenden Frühjahr die Lücke zwischen Silmecke und Seidfeld schließen soll. Die vorhandene Baumreihe kann erhalten werden. Die 60 Bäume werden in Zukunft den Geh-Radweg von der Straße abschirmen. Das zweite bald zu realisierende Projekt betrifft die Verbindung zwischen der Kernstadt und Amecke entlang der K 5 durch die Settmecke. Dabei ist der HSK die federführende Behörde. Die Stadt Sundern hat die notwendigen Grundstückskäufe getätigt und beteiligt sich an der Finanzierung, gestützt durch überwältigende Mehrheitsbeschlüsse im Rat.

Somit können in naher Zukunft die Sunderner Bürger ohne das Auto zu nutzen, von der neuen Amecker Sorpepromenade profitieren. „Und von dort ist das Sorpetal mit Allendorf, Hagen, Hüttebrüchen direkt angebunden“, sieht Becker.

Gäste profitieren davon

„Beim Blick nach Norden sehen wir, dass die Verbindung Sundern - Neheim-Hüsten durch das Röhrtal ein unvollständiges Stückwerk ist“, zieht Antonius Becker ein eher trauriges Resümee. Der Arbeitskreis Radverkehr hat diesen Abschnitt höchste Priorität zugewiesen. In Zusammenarbeit mit dem neuen Radverkehrsbeauftragten der Stadt Arnsberg soll die Planung eines durchgehenden Fuß- und Radweg ermöglicht werden. Um es gleich zu sagen: „Für den AK ist die Trasse der Röhrtalbahn keine Option“, sagt Becker. „Für uns geht es hier nicht um entweder Bahn oder Radweg, für uns geht es um sowohl als auch.“ Seit Jahren hätten sich die Stadt Sundern, der HSK sowie verschiedene Organisationen und Personen mit Stellungnahmen und Gutachten politisch für die Reaktivierung der Röhrtalbahn eingesetzt. „Wir meinen, dass dieser eingeschlagene Weg weiter gegangen werden sollte.“ Alle Beteiligten müssten mit Hochdruck an einer alternativen Trassenführung arbeiten, um die Konkurrenzsituation mit der Bahn aufzulösen..

Große Forderung des AK ist die Neubesetzung des Radverkehrsbeauftragten, insbesondere da er Großaufgaben wie eine Gesamtkonzeption, Radwegeplanung, Gründstückskäufe, Fahrradangebotsstreifen einrichten leisten müsse. Sunderns Bürger und Gäste würden davon nachhaltig profitieren.