„Nach der Arbeit sollst du ruhen“ – aber nicht bei der Bültmann-Gruppe

Setzen auf Fitness (v.li.): Corinna Berghoff, Torsten Just, Ralf Hillebrand und Wolfgang Trzeschewski.
Setzen auf Fitness (v.li.): Corinna Berghoff, Torsten Just, Ralf Hillebrand und Wolfgang Trzeschewski.
Foto: WP
Bei der Bültmann-Gruppe startet ein sportliches Angebot für die Mitarbeiter. 30 Mitarbeiter sind im ersten Schritt freiwiliig dabei.

Sundern.. Nach der Arbeit sollst du ruhen? Nicht bei der Bültmann-Gruppe. Die unter deren Dach in Amecke angesiedelten Firmen „BKB Profil“ und „Springob Profil“ möchten nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeitern (mehr) Profil geben, bieten ihrer Belegschaft ab sofort „Firmenfitness“ an.

„Während eines Personalforums bei der IHK haben wir davon erfahren“, berichtet Ralf Hillebrand. Bindung und Motivation der Firmenangehörigen zu fördern, sei seiner Geschäftsführung wichtig, so der kaufmännische Leiter bei Springob, daher habe man sich entschlossen, der Belegschaft ein solches Fitness-Angebot zu machen. Damit nichts schief geht, holten sich die Sunderner einen professionellen Dienstleister ins Boot:

30 Mitarbeiter sind freiwillig dabei

„Gesunde Unternehmen brauchen gesunde und zufriedene Mitarbeiter“, lautet die Philosophie der „qualitrain GmbH“, seit über zehn Jahren deutschlandweit in Sachen Firmenfitness auf dem Markt.

Mit seinem Konzept konnte der Anbieter beim Gespräch in Amecke überzeugen, anschließend wurden bei BKB und Springob „Nägel mit Köpfen gemacht“:

„30 Teilnehmer sind dabei, die meisten im Alter ab 40 aufwärts“, vermeldet Corinna Berghoff vom BKB-Personalbüro. Bei insgesamt 85 Mitarbeitern ein recht hoher Anteil. „In der Regel erreichen wir etwa 25 Prozent der Belegschaft“, weiß Wolfgang Trzeschewski aus Erfahrung. Deutschlandweit trainiere nur etwa acht Prozent der Bevölkerung freiwillig, schiebt der qualitrain-Vertriebsmann hinterher, um die Zahl gleich ins richtige Verhältnis einzuordnen... Natürlich sind auch die 30 „BKB/Springob-Aktivisten“ freiwillig am Start - doch was genau kommt nun eigentlich auf sie zu?

Hochwertiges Fitnesstraining

Zwei Jahre hat sich ihr Arbeitgeber vertraglich an „qualitrain“ gebunden, um ihnen qualitativ hochwertiges Fitnesstraining für kleines Geld anbieten zu können. „Wir sind den Mitarbeitern sehr entgegengekommen, sie müssen sich zunächst nur sechs Monate binden und zahlen monatlich 20 Euro“, so Corinna Berghoff. Dafür dürfen sie nach Lust und Laune in einem Studio mit hoch moderner Aus­stattung trainieren - unter fachmännischer Anleitung. „Wir schauen, wo wir jeden Teilnehmer fitnessmäßig abholen müssen, machen einen 90-minütigen Eingangstest, erstellen jeweils einen individuellen Trainingsplan“, beschreibt Torsten Just das Prozedere. Doch nicht nur in seinem Fitnessstudio in der Sunderner Settmecke können sich die „Betriebssportler“ in Form bringen. Wer pendelt und nach Feierabend lieber heimatnah trainieren möchte, kann auch andere Angebote nutzen. In jeder Kommune im HSK hält „qualitrain“ das passende Studio bereit. Und Außendienstler auf Dienstreise können deutschlandweit fast 400 „Fitnesstempel“ ansteuern, Tendenz steigend.

Vorreiterrolle in Sundern

„Vor allem Firmen, in denen körperlich hart gearbeitet wird, haben erkannt, dass sie etwas für ihr Personal tun müssen“, erklärt Trzeschewski den Boom in seiner Branche. Nur im Sauerland täten sich viele Unternehmer noch schwer - „Burn-out“ zum Trotz...

BKB-Springob nimmt in Sundern eine Vorreiterrolle ein - und hofft auf ein „erfolgreiches Experiment“. Nach zwölf Wochen Training gibt es langsam Erkenntnisse, erste gesicherte Zahlen liefert qualitrain nach sechs Monaten. Und nach zwei Jahren muss die jeweilige Firma dann entscheiden. „Wir bleiben dran“, setzt Wolfgang Hillebrand auf die Devise „wer fit ist, bleibt gesund, ist robuster“ - und feiert seltener krank...

 
 

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